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DIY – Weihnachtskalender selber basteln

Weihnachtskalender selber bastelnWieder ist das Jahr fast rum. Es sind nur noch wenige Tage bis der Weihnachtscountdown mithilfe eines Weihnachtskalenders startet und jeden Tag ein neues Türchen aufgemacht werden kann. Die meisten Kalender im Handel beinhalten Schokolade, einige Hersteller haben sich auch etwas besonderes einfallen lassen.

So gibt es Weihnachtskalender mit Kosmetik, Parfüm, Gewürzen und sogar mit Werkzeug. Ob es speziell für Hobbygärtner einen passenden Kalender gibt, weiß ich nicht, aber so einen Kalender kann man ganz einfach selber basteln, zumal bei Gartenbesitzern jedes Jahr sowieso viele Samen geerntet werden können.

Gegenseitig Saatgut-Kalender basteln

Natürlich ist es nicht sinnvoll, sich selbst einen Weihnachtskalender zu basteln. Zum einen weiß man, was enthalten ist und zum anderen sind es Samen, die man schon hat. Also wäre es besser, wenn man sich mit anderen Pflanzenliebhabern zusammentut und sich gegenseitig mit einem Saatgut-Weihnachtskalender überrascht.

Dieses Jahr ist es schon fast zu spät, wer dennoch einen Last-Minute-Weihnachtskalender basteln möchte, für den habe ich vielleicht eine passende Anleitung. Ingesamt habe ich an dem Kalender ungefähr acht Stunden gesessen, aber der Entwurf der Vorlagen für die Türchen und die Samentüten, sowie das Herumprobieren, wie es am besten geht, ist auch dabei. Für das reine Basteln wird viel weniger Zeit benötigt. Es ist also noch rechtzeitig machbar.

Benötigte Materialen für den Kalender

– Pappe oder buntes Bastelpapier im Format A4 (es sollte schon etwas stabiler sein)
– Büroklammern (24 Stück)
– Geschenkband
– 1 Gummi
– Weihnachtsaufkleber
– Klebestift
– Lineal
– Bleistift
– Drucker
– Schere
– Tacker
– Bindfaden
– Samen, 24 Sorten (am besten kleinere)

Vorlagen mit Nummerierung für den Weihnachtskalender.

Anleitung für den Weihnachtskalender

Zunächst beginnen wir mit der Rolle. Dafür wird eine Pappe oder dickes Bastelpapier im Format A4 benötigt. Ich habe dickes buntes Papier benutzt. Damit es etwas stabiler wird, habe ich zwei Seiten aufeinander geklebt.

Als Erstes wird von unten nach oben, erst auf der linken und dann auf der rechten Seite, mit dem Lineal zehn Zentimeter ausgemessen und mit einem Punkt markiert. Beide Punkte werden dann miteinander verbunden, sodass eine Linie über das ganze Blatt entsteht. Die Punkte sollten möglichst ganz zart gesetzt werden, damit sie später nicht sichtbar sind.
Benötigt wird Papier zum Basteln oder Pappe. An der Linie entlang schneiden Der 25. Streifen wird über den 1. geklebt.

Im unteren Bereich, also dem, der zehn Zentimeter hoch ist, werden von links nach rechts Streifen mit je 1,20 Zentimetern abgemessen. Damit die Streifen gleich dick sind, wird oben und unten ausgemessen und die Punkte miteinander verbunden. Am Ende sind es 25 Streifen, 24 werden für die Türchen benötigt und der 25. ist zum zusammenkleben gedacht.

Wenn die Rolle mit bunten Bildern bedruckt oder bemalt werden soll, dann muss es jetzt gemacht werden. Die Dekoration mit den Aufklebern erfolgt sonst erst zum Schluss.

Nun werden die Streifen bis zu der Linie eingeschnitten. Jetzt können noch die letzten Bleistiftspuren vorsichtig wegradiert werden. Dann werden die Enden der Rolle aufeinandergeklebt, sodass der 25. Streifen mit dem ersten verbunden ist. Die Streifen werden nach außen gebogen. Von der anderen Seite (oben) wird das Gummi drüber gezogen und nach unten gezogen. Jetzt wird Streifen für Streifen nach oben gebogen und hinter das Gummi geklemmt. Damit später die Samentütchen gehalten werden, ist es ratsam, das letzte Stück vor dem Umbiegen mit Kleber zu betupfen.
Die Streifen werden umgebogen. Das Gummi wird übergezogen. Die Streifen werden umgebogen und von oben durch das Gummi gesteckt.

Sind alle Streifen nach oben gebogen, kann man ein oder zwei Stränge Geschenkpapier zwischen die Bögen einfädeln, damit das Gummi nicht mehr zu sehen ist, und die Enden miteinander verknoten.
Die Streifen werden einer nach dem anderen umgebogen. Zur Sicherheit werden die gebogenen Streifen verklebt. Geschenkband deckt das Gummi ab.

Die Türchen

Für die Türchen habe ich eine Vorlage mit Zahlen und eine Blankovorlage zum Selbstgestalten entworfen. Die Blankoseite muss für 24 Türchen vier mal ausgedruckt werden. Jetzt beginnt die Fleißarbeit, das Ausschneiden der Vorlagen. Nach dem Ausschneiden werden die Vorlagen an den gestrichelten Linien nach innen gebogen. Die beiden Seitenteile mit Schraffur werden mit Kleber bestrichen und mit dem unteren Teil verklebt. Oben bleiben die Tütchen noch offen, bis sie gefüllt worden sind.
Die Vorlagen für die Türchen werden ausgedruckt. Die Türchen werden ausgeschnitten. Die Türchen werden an den gestrichelten Linien umgebogen.
Gefüllt werden die Türchen mit Samen. Die Samen könnten theoretisch lose hineingegeben werden. Da sie aber so verloren gehen könnten und ein Zettel mit hinein müsste, damit man weiß, um welche Samen es sich handelt, ist es ratsam separate Samentütchen zu verwenden. Die durchsichtigen Tüten, in der man häufig Samen bekommt, passen hinein, wenn sie gefaltet werden. Für den Fall, dass keine Samentüten vorhanden sind, die hineinpassen, habe ich wieder zwei verschiedene Vorlagen dafür erstellt, einmal blanko zum Selbstgestalten und einmal mit Kästchen zum Beschriften. Die Blankotüten können beispielsweise bunt bemalt oder mit schönen Aufklebern versehen werden.
Die Samentütchen sind etwas kleiner, als die Kalendertürchen. Samentütchen werden in die Türchen gefüllt. Die Weihnachtstütchen werden verschlossen.

Der Zusammenbau

Sind alle Samen in den Türchen verstaut, geht es an den Zusammenbau. Zunächst werden die Türchen oben mit dem Schraffur-Teil verschlossen. Normalerweise wird er mit Kleber eingepinselt und in das Türchen gesteckt.

Ich habe mich entschlossen, die Türchen mit einer Büroklammer zu schließen. Dafür wird der Teil einfach umgebogen, dazwischen kommt ein Stück Geschenkband. Das hat den Vorteil, dass die Türchen so besser abgenommen werden können. Sonst müsste man entweder das Türchen kaputtmachen oder immer eine Schere parat haben, um das Band durchzuschneiden. Ein Ende des Geschenkbandes wird um einen Streifen gewickelt und an das andere Ende getackert. Man könnte es auch verknoten. Am Ende hängt an jedem gebogenem Streifen ein Türchen.
Das Geschenkband wird am Türchen befestigt. Die Türchen mit Bürklammern verschließen Ein Ende vom Geschenkband wird durch einen Bogen gefädelt.

Die Dekoration

Nun sollte man sich überlegen, ob der Kalender auf irgendetwas Schmales draufgestellt werden soll, das kann beispielsweise eine entsprechend dicke Vase oder Ähnliches sein (auf dem einen Bild ist es eine Baumstammkerze) oder der Kalender aufgehängt werden soll. Am besten sieht er aus, wenn er frei und nicht zu nah an einer Wand hängt.

Für das Aufhängen wird an zwei gegenüberliegenden Seiten ein Stück Bindfaden doppelt genommen und angetackert. Das Fadenende, das unter der der Tackerkrampe herausschaut, sollte verknotet werden, damit der Faden nicht rausrutscht. Ich habe ungefähr einen dreißig Zentimeter langen Faden genommen. Wie lang er wird, ist reine Geschmackssache. Man könnte auch zwei Löcher mit einem Locher hineinstanzen und den Faden darin befestigen. Die Löcher lassen sich nur nicht so gut kaschieren.
Wenn alle Türchen befestigt sind, wird dekoriert. Zum Aufhängen wird ein Bindfaden angetackert. Der Dekorierte Kalender kann entweder auf ein Podest gestellt oder aufgehängt werden..

Zum Schluss habe ich den oberen Teil der Rolle mit Weihnachtsaufklebern versehen. So kann man die Tackerstellen und die unschöne Naht vom Zusammenkleben ganz gut kaschieren. Nun kann der Kalender aufgehängt oder verschenkt werden.
Der Weihnachstkalender ist sehr dekorativ. Der DIY-Weihnachtskalender ist innerhalb weniger Stunden gebastelt. Der Weihnachtskalender ist ein Einzelstück, über das sich jeder Hobbygärtner freuen wird.

Viel Spaß beim Nachbasteln!
Weihanchtskalender basteln

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