Home / Bäume / Ein Mandelbäumchen im Kübel halten

Ein Mandelbäumchen im Kübel halten

Mandeln schmecken nicht nur lecker, auch die Blüten der Mandelbäume sehen wunderschön aus.Mandeln schmecken nicht nur lecker, auch die Blüten der Mandelbäume sehen wunderschön aus. Schon länger träumte ich davon, mir ein Mandelbäumchen anzuschaffen. Lange Zeit war ich mir unsicher, was für einer es sein soll. Ich wusste nur, dass es unbedingt eine Süßmandel werden musste. Eine Bittermandel wollte ich nicht unbedingt.

Es gibt Sorten, die sind winterhart und können bei uns ausgepflanzt werden und dann gibt es noch welche, die schon bei Temperaturen oberhalb der null Grad schwächeln. Irgendwann entschied ich mich für eine winterharte Sorte, aber kleinwüchsig musste sie sein, da es in unserem eher kleinen Garten nicht infrage kommt, einen riesig werdenden Baum zu pflanzen. Da wir schon zwei Bäumchen ausgepflanzt haben, überlegte ich mir eine Mandel im Kübel zu halten.

Vorletztes Jahr stieß ich auf die Säulenmandel Ferragnes und erfüllte mir meinen Wunsch, indem ich die Mandel kaufte. Die Pflanze ist veredelt, als Unterlage wurde INRA2 verwendet. Sie hat extragroße Blüten, die zunächst rosa sind und dann ins Weiße übergehen. Die endgültige Höhe der Mandel beträgt 2 bis 3 Meter, je nachdem wie sie geschnitten wird, somit ist sie für die Kübelhaltung bestens geeignet.

Die Pflege der Säulenmandel

Mandeln im Kübel brauchen selbstverständlich eine andere Pflege als ausgepflanzte Exemplare. Die größte Gefahr bei der Kübelhaltung besteht darin, dass die Mandel austrocknet, sie sind ziemlich durstig. Gleich nach Erhalt meines Bäumchens habe ich es umgetopft, zum einen hat es einen größeren Topf bekommen und zum anderen habe ich die Erde mit etwas groben Sand gemischt, damit das Wasser gut ablaufen kann.

Staunässe scheinen Mandeln nämlich überhaupt nicht zu mögen, lieber ein Mal mehr gießen, als das Bäumchen im Wasser stehen zu lassen. Es liebt einen vollsonnigen Standort. Gedüngt habe ich es bisher immer sporadisch mit dem Biodünger für Gemüsepflanzen. Es scheint gut damit klarzukommen.

Obwohl die Säulenmandel winterhart ist, habe ich es bisher nicht übers Herz gebracht, den Kübel draußen zu lassen. Selbst dick eingepackt mit Winterschutz habe ich Angst, dass mir das Schätzchen eingehen könnte. Wir liegen hier doch etwas höher und da sind die Winter um einiges härter. Bisher habe ich den Kübel immer reingeholt, sobald die Temperaturen dauerhaft unter null wandern. Die Mandel überwintere ich so bei 10 bis 15 Grad, wie alle meine anderen Pflanzen auch. Wir haben hier nicht die Möglichkeit, sie noch kälter zu überwintern.

Das erste Jahr im Winterquartier war sehr unproblematisch, diesen Winter hatte mein Bäumchen aber die Lausplage. Davon betroffen waren aber auch ein paar Chilis und Zitruspflanzen. Die kleineren Pflanzen konnte ich abduschen. Die Mandel ist mit ihren circa 1,50 Metern etwas zu groß dafür.

Also habe ich die betroffenen Blätter entfernt und anschließend alle Pflanzen mit Brennnesselsud drei Tage hintereinander besprüht. Für den Sud habe ich eine Handvoll getrocknete Brennnesselblätter, die ich im Herbst gesammelt habe, über Nacht in einem Liter kaltem Wasser einweichen lassen. Am nächsten Tag werden einfach die Blätter rausgesiebt, der Sud in eine Spritzpistole gegeben und die Pflanzen ordentlich damit benetzt.

Vermehrung und Fruchtbildung

Die Mandel ist selbstfruchtend, das heißt, sie braucht nicht unbedingt eine andere Mandelsorte um Früchte zu bilden.Die Ferragnes ist wie die meisten Mandeln selbstfruchtend, das heißt, sie braucht nicht unbedingt eine andere Mandelsorte um Früchte zu bilden, allerdings kann eine andere Mandel oder ein Pfirsich den Ertrag erhöhen. Ich habe bis jetzt nur die eine und konnte mich im letzten Jahr über die ersten Blüten und Früchte freuen.

Leider ist mir der Kübel bei einem Sturm umgekippt und alle unreifen Mandeln sind abgefallen, sodass ich nicht mehr ernten konnte. Danach war der Standort zwar geschützter, aber es gab keine neuen Blüten mehr.

Ich hoffe sehr, dass es dieses Jahr wieder Früchte gibt, die ich auch ernten kann. Dann möchte ich versuchen, aus einer dieser Mandeln noch ein Bäumchen zu ziehen. Es wird logischerweise nicht die Eigenschaften der Mutter haben, zum einen ist es nicht veredelt und zum anderen haben Samen selten mit der Mutter identische Eigenschaften.

Die Vermehrung aus Samen ist für den Hobbygärtner die einfachste Variante, eine weitere Möglichkeit ist die Veredlung. Ob es auch über Stecklinge geht, wage ich zu bezweifeln. Alle meine Versuche dahin gehend sind gescheitert. Meine Recherchen im Netz bestätigten, dass es nicht zu funktionieren scheint.

Übrigens könnte man auch versuchen, eine Mandel, wie es sie in Tüten zu kaufen gibt, in Erde zu stecken und schauen, ob sich daraus ein Pflänzchen entwickelt. Das wollte ich schon so oft probieren, bin aber immer davon abgekommen. Vielleicht schaffe ich es ja doch irgendwann mal. Die Mandeln sollten dafür möglichst unbehandelt sein.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.