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Unsere Vorliebe für Tee ist kein Geheimnis. Dafür habe ich in letzter Zeit viel zu oft darüber geschrieben, aber der Tee, den wir aus unseren Gartenkräutern bisher verwendet haben, ist eigentlich kein richtiger Tee. Dabei handel es sich höchstens um ein teeähnliches Aufgussgetränk. Es gibt eigentlich nur eine Pflanze, aus der echter Tee gemacht wird, nämlich aus der Teepflanze Camellia sinensis. Sie ist eine Kamelienart. Aus der Pflanze wird unter anderem grüner und schwarzer Tee, so wie es ihn bei uns in den Supermärkten zu kaufen gibt, hergestellt. Der Unterschied zwischen den beiden Teesorten liegt in der Bearbeitung der Teeblätter. Ich finde das Thema so spannend, dass ich mir ein paar Samen von der Teepflanze gekauft habe. Normalerweise berichte ich ungern von Anzuchtversuchen, bevor nicht wenigstens ein Samen gekeimt ist. Was dabei rauskommt, sieht man ja beim Versuch, Süßholz anzubauen. Der Versuch ist kläglich gescheitert. Da mich das Thema Tee im Moment aber sehr interessiert, möchte ich natürlich auch darüber berichten. Vorbehandlung der Samen

Anbau von echtem Tee

TeesamenUnsere Vorliebe für Tee ist kein Geheimnis. Dafür habe ich in letzter Zeit viel zu oft darüber geschrieben, aber der Tee, den wir aus unseren Gartenkräutern bisher verwendet haben, ist eigentlich kein richtiger Tee. Dabei handel es sich höchstens um ein teeähnliches Aufgussgetränk.

Es gibt eigentlich nur eine Pflanze, aus der echter Tee gemacht wird, nämlich aus der Teepflanze Camellia sinensis. Sie ist eine Kamelienart. Aus der Pflanze wird unter anderem grüner und schwarzer Tee, so wie es ihn bei uns in den Supermärkten zu kaufen gibt, hergestellt. Der Unterschied zwischen den beiden Teesorten liegt in der Bearbeitung der Teeblätter.

Ich finde das Thema so spannend, dass ich mir ein paar Samen von der Teepflanze gekauft habe. Normalerweise berichte ich ungern von Anzuchtversuchen, bevor nicht wenigstens ein Samen gekeimt ist. Was dabei rauskommt, sieht man ja beim Versuch, Süßholz anzubauen. Der Versuch ist kläglich gescheitert. Da mich das Thema Tee im Moment aber sehr interessiert, möchte ich natürlich auch darüber berichten.

Vorbehandlung der Samen

Teesamen2Gekauft habe ich 20 Samen. Es waren sogar 3 Samen mehr drin. Die Anzahl reicht, um noch ein paar Teesamen aufzuheben, falls der erste Versuch schiefgehen sollte. Ich habe mich entschieden, 13 Samen zu bearbeiten. Damit die Teesamen überhaupt eine Chance haben, zu keimen müssen sie leicht beschädigt werden.

Für mich hieß es also wieder mit der Feile, alle 13 Samen anzuschleifen. Statt nur an einer Stelle, feilte ich die kleinen Kugeln gleich an zwei Stellen an, damit das Wasser besser eindringen kann. Anschließend kamen sie in ein Glas mit lauwarmem Wasser, das ich vorher abgekocht habe.

In der Anleitung stand, dass die Samen circa 24 Stunden einweichen sollten. Ich habe sie aber vier Tage einweichen lassen. Natürlich habe ich täglich das Wasser ausgetauscht. Am vierten Tag konnte ich an einem Samen sehen, wie die Schale aufgeplatzt ist. Während sie Teesamen am ersten Tag alle schwammen, waren sie am vierten Tag, bis auf einen, alle untergegangen. Sie müssen sich also ordentlich mit Wasser vollgesaugt haben.

Aussaat des echten Tees

Für die Aussaat habe ich eine Mischung aus Rhododendronerde und Sand im Verhältnis 1:1 genommen, da Teepflanzen es lieber etwas saurer mögen. Die Samen habe ich leicht mit der Mischung bedeckt und achte nun darauf, dass die Erde nicht austrocknet. Gleichzeitig hoffe ich, dass der Platz, an dem der Aussaattopf steht, nicht zu kalt ist.

Der echte Tee benötigt zum Keimen eine Temperatur von ungefähr 24 Grad. Die Temperatur konstant zu halten ist zu dieser Jahreszeit gar nicht so einfach. Draußen ist es jetzt nicht mehr so warm, dass die Wohnräume aufgeheizt werden und die Heizung läuft nur bei Bedarf. Bei Temperaturschwankungen kann es passieren, dass die Samen etwas länger brauchen, bis zur Keimung.

Da die Teepflanzensamen laut Anleitung aber sowieso bis zu drei Monaten brauchen, bis sie keimen, kommt es auf ein paar Tage mehr oder weniger auch nicht an. Ich kann jetzt nur warten und hoffen. Sollte sich tatsächlich etwas tun, kann es aber auch noch mal drei Jahre bis zur Ernte dauern. Erst dann werden die Blätter flauschig. Für den Tee werden nämlich nur junge flauschige Blätter verwendet. Ob der eigene Tee auch so gut oder gar besser schmeckt, wie der gekaufte bleibt also (noch) offen.

Video: Anbau von echtem Tee zuhause

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