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So bereiten Sie Gartenmöbel für die neue Saison vor

Nach einem langen, nasskalten Winter kommt es schon mal vor, dass Terrassen, Sitzflächen oder Gartenmöbel aussehen wie Kraut und Rüben. Nachvollziehbar, denn schließlich lädt die dunkle Zeit des Jahres nicht gerade dazu ein, seine Kraft und Energie in die Pflege von Bereichen zu investieren, von denen man kaum bis gar nichts hat.

Doch spätestens mit der Zeitumstellung am 31. März stellen wir nicht nur unsere Uhren, sondern rücken eben auch unsere Möbel wieder vor und müssen dann meist mit Bedauern feststellen: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Generell ist es ratsam, seine Tische, Stühle oder Liegen vor Wind und Wetter zu schützen – indem man eine geeignete Unterstellmöglichkeit hat oder beispielsweise Schutzbezüge aus wetterfestem Material benutzt.

Darüber hinaus gibt es einige nützliche Tipps und Pflegehinweise, die jeder Gartenbesitzer kennen sollte, um die Lebensdauer seiner Möbel deutlich zu verlängern.

Gartenmöbel aus Polyrattan verzeihen „fast“ alles

Nicht nur wegen des wetterbeständigen Materials sind Gartenmöbel aus Polyrattan seit Jahren kaum noch aus den Gartentrends unserer Breitengrade wegzudenken. Dabei ist es ziemlich egal, ob wir hier über Stühle, Loungegarnituren oder Sonnenliegen sprechen: Die Möbel aus industriell gefertigten Kunstfasern kommen in so gut wie jedem Design und in jeder Farbvariante daher und versprechen witterungsbeständige Outdoor-Möbel mit mediterranem Flair.

Im Gegensatz zum natürlichen Rattan, das aus dem Stamm der namensgebenden Rattanpalme bezogen und eher für Körbe als für Möbel verwendet wird, ist Polyrattan wasserabweisend. In der Regel genügt etwas Wasser auf einem Schwamm oder Tuch, um Gartenmöbel von den gröbsten Verschmutzungen zu befreien. Die Kunststoffe nehmen keine Feuchtigkeit auf und trocken zudem sehr schnell. 

Auch der Härteste beugt sich unter den Wetterextremen

Natürlich kann man bei stärkeren Verschmutzungen auch mit einem speziellen Reiniger nachhelfen, aber generell verzeiht Polyrattan so gut wie alles.

So gut wie alles? Wetterextreme wie zu intensive Sonneneinstrahlung oder Minusgrade im zweistelligen Bereich sind natürlich auch für so witterungsbeständige Gartenmöbel auf Dauer pures Gift. Im Gegensatz zu beispielsweise Holzmöbeln muss man hier jedoch nicht mit Lacken oder Versiegelungen nacharbeiten, sondern die Möbel bestenfalls mit Schutzhüllen überziehen und trocken lagern, damit die Stränge nicht spröde werden oder verblassen.

Gartenmöbeln aus Holz fehlt die natureigene Schutzschicht

In hilfreichen Tipps und Pflegeanweisungen zu Gartenmöbeln aus Holz kann man sich sehr schnell verlieren: Holz ist so vielfältig und wandelbar, dass sich komplette Magazine mit dem Rohstoff befassen. Dennoch gibt es grundlegende Hilfestellungen, die es zu beherzigen gilt, um Stühle, Tische oder komplette Sitzgarnituren aus Paletten vor der Witterung zu schützen.

Bei der Bearbeitung von Holz wird die natürliche Haut des Baumes – die Rinde – entfernt, die den lebendigen Teil vor Wind und Wetter schützt. Damit Gartenmöbel diese natürliche Schutzschicht wiedererlangen, muss je nach Verarbeitung und Holzstruktur mit Lacken, Lasuren und speziellen Ölen nachgeholfen werden. Dies geschieht im Optimalfall mehrmals im Jahr, womit meist eine Reinigung der Oberfläche von alten Rückständen oder Verschmutzungen einhergeht.

Ohne diesen Schutz ist die Fläche schonungslos UV-Strahlung, Feuchtigkeit sowie Kälte ausgesetzt. Die Folge ist dann entweder sprödes oder verrottendes Material.

Im Winter sollte man Holzmöbel möglichst einlagern, für eine ausreichende Belüftung sorgen und einen unbeheizten Ort auswählen.

Teak, Eukalyptus und Co. bedürfen besonderen Schutzes

Mit Bedacht sollte man dagegen bereits beim Kauf von sogenannten Edelhölzern vorgehen, da sie durch ihre edle Optik zwar eine Bereicherung für jeden Garten darstellen können, deren Herkunft aber eine besondere Rolle einnimmt. Vor allem Urwälder leiden immer noch extrem unter massiver Rodung und dem Einsatz von Pestiziden sowie Düngern, wie die Umweltorganisation Greenpeace feststellte.

Sind die Möbel bereits im Besitz oder lässt sich der nachhaltige Abbau – beispielsweise durch Zertifikate – nachweisen, können diese Hölzer ein stilechtes Ausrufezeichen in den Garten setzen. Das Gute daran: Ob Teak oder Eukalyptus (um nur zwei beliebte Holzsorten zu nennen) – die Pflege unterscheidet sich im Gegensatz zu weitläufigeren Holzsorten kaum. Zwar unterscheidet man bei jedem Holz die Materialien, doch Schleifen, Säubern und Einölen gehört auch hier zum Alltagsgeschäft. 

Möbel aus beschichtetem Metall sind besonders widerstandsfähig

Metallene Gartenmöbel wie beispielsweise Aluminium oder Edelstahl sind in der Regel beschichtet und überstehen deshalb Sommer wie Winter getrost im Freien, ohne zu rosten. Auch hier bieten sich dennoch Abdeckungen an, damit Schmutz oder größere Gegenstände keine direkten Schäden am Möbelstück anrichten.

Für den Frühjahrsputz müssen Besitzer zu keinen besonders großen Geschützen greifen, damit Stühle oder Tische wieder in neuem Glanz erstrahlen. Mit etwas Wasser und einem Schwamm sollten sich die gröbsten Verschmutzungen beseitigen lassen. Alternativ kann man auch hier zu einem milden Reiniger greifen, wenn sich hartnäckiger Dreck monatelang an einer Stelle festsetzen konnte.