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Bewachsene Zierde im Garten: Leitfaden für Gartenbögen

Unter Gartenbesitzern erfreuen sie sich größter Beliebtheit: Bögen für den Garten. Ob als Gartenpforte mit Tor, romantischem Rosenbogen mit Sitzmöglichkeit oder Laubengang zur Wegverzierung. Die Gartenbögen bieten den verschiedensten Kletterpflanzen Halt und gestalten die eigene Grünfläche nahezu märchenhaft. Was es über die Gartenbögen alles zu wissen gibt, wird in diesem Leitfaden geklärt. So gelingt die bewachsene Zierde für den Garten.

Bezeichnungen und Anwendungsbereiche

Wer im Gartencenter, Baumarkt oder beim Shoppen online nach dem beliebten Gartenaccessoire sucht, wird dabei schnell über die unterschiedlichen Modelle und Bezeichnungen für diese stolpern. Da an einen Rosenbogen nicht nur Kletterrosen gesetzt werden können, wird dieser auch häufig als Rankbogen, Pflanzbogen oder nur als Rankhilfe bezeichnet. Bei Onlinehändlern gibt es diese Rankhilfen in vielen Designs mit unterschiedlicher Metalloberfläche.

Neben den Rosenbögen gibt es aber auch Laubengänge, die mehr in die Tiefe gehen und somit einen überdachten Gang ermöglichen. Zudem gibt es auch noch Pavillonkonstruktionen, die von der vertikalen Blütenpracht überzogen werden können. Welches Modell empfiehlt sich also für meinen Garten und welches Material eignet sich?

Materialwahl: Holz, Kunststoff und Metall als beliebte Werkstoffe

Bei den gängigen Gartenbogenvarianten haben Sie die Wahl zwischen Holz, Kunststoff und Metall. Die Bögen werden dabei meist in einem Fertigbausatz zusammengefasst, womit eine unkomplizierte Selbstmontage im Garten möglich ist. Folgende Vor- und Nachteile weißen die Materialien dabei auf:

Holz für den Gartenbogen:

Bei einem naturnahen Ambiente im Garten ist es naheliegend, auch einen Holzbogen zu verwenden. Ob selbst gefertigt oder als fertiger Gartenbogen: Neben der natürlichen Optik ist bei dem Werkstoff Holz die Beständigkeit und Robustheit entscheidend. Qualitative Holzarten mit einer Dauerhaftigkeitsklasse von 1 bis 2 überdauern auch ohne zusätzliche Behandlung Jahrzehnte.

Minderwertiges Holz ist anfällig gegenüber Feuchtigkeit, Hitze und Kälte, wodurch es passieren kann, dass der Gartenbogen nur wenige Saisons überdauert. Mitteldauerhaftes Holz mit einer zusätzlichen Behandlung trifft somit den Schnittpunkt zwischen Preis und Haltbarkeit. Im Handel wird daher gerne auf Kiefern- oder Fichtenholz zurückgegriffen, da der Bogen so bezahlbar bleibt und mit einer entsprechenden Behandlung und Imprägnierung für diesen Einsatzzweck von einer ausreichenden Lebensdauer auszugehen ist.

Neben dem Holz eignet sich als Werkstoff auch Bambus, was sich in Asien für viele Baugerüste im Außenbereich bewährt hat. Durch die guten Eigenschaften ist Bambus ein qualitativer Werkstoff für einen Gartenbogen, der dem Garten optisch einen fernöstlichen Touch verleiht.

Bögen aus Metall:

Eisen ist an Robustheit nur schwer zu übertreffen. Ob verzinkt oder pulverbeschichtet: Ein Gartenbogen aus Metall ist langlebig und bietet unzählige Designs. Das Material ermöglicht sowohl geradlinige, schlichte Formen als auch stark verschnörkelte oder ornamentierte Ausführungen. Im Vergleich zu Kunststoff ist der Anschaffungspreis etwas höher, dafür zieren die Gartenbögen aus Eisen, Aluminium und Co. auch im unbewachsenen Zustand den Garten bestens.

Kunststoff-Gartenbogen:

Hauptargument gegen die Verwendung von Kunststoff ist wohl der Mangel an Natürlichkeit. Allerdings liegen die Vorteile von Kunststoff auf der Hand: Ein pflegeleichteres Material, dass nicht fault, schimmelt oder rostet und zudem preiswert ist, ist nur schwer zu finden. Für die Langlebigkeit sollte bei Kunststoff auf eine UV-Schutz geachtet werden, da sich das Material ansonsten bei starker Sonneneinstrahlung verfärben kann oder ausbleicht. Durch den Bewuchs mit üppigen Kletterpflanzen wird der vorgeworfene Ästhetikmangel in den Sommermonaten jedoch schnell wettgemacht. Kunststoff ist somit ein praktisches Material für Gartenkonstruktionen wie Rankbögen.

Nach der Montage: Welche Kletterpflanze kommt an den Bogen?

Nachdem der Gartenbogen gewählt, gekauft und aufgestellt worden ist, geht es an die Wahl der Bepflanzung. Je nach persönlichem Geschmack gibt es dabei viel Auswahl an Kletterern und Schlingern. Hier gibt es eine kleine Vorauswahl an Pflanzen, die den Gartenbogen schmücken könnten:

Waldreben

Bei den Waldreben handelt es sich um blühfreudige Klettersträucher, die Gartenbögen im Nu bewachsen. Durch die große Artenvielfalt unterscheiden sich die Blüten in Aussehen und Form – von denen viele eine sehr dekorative Optik aufzeigen. Die Waldreben gibt es als immergrüne oder laubabwerfende Variante. Die mehrjährigen Sorten sind durch die viele Blüten wie gemacht für den Gartenbogen. Auch bekannt sind die Waldreben als Clematis.

Blauregen

Die Schmetterlingsblütler sind bekannt für ihren starken Blatt- und Blütenwuchs, mit dem Sie auch große Rankkonstruktionen bedecken. Dabei bietet der Blauregen durch seine herabhängenden, buschigen Blüten auch noch ein optisch ansprechendes Bild. Der pompöse Wuchs entwickelt schnell einiges an Eigengewicht, weswegen auf einen stabilen Gartenbogen geachtet werden sollte. Der Blauregen hat sich daher auch den Spitznamen „grüne Krake“ verdient.

Pfeifenwinde

Eine linkswindige Liane die durch ihre großen, herzförmigen Blätter selbst leichte oder verschnörkelte Bögen blickdicht macht. Die Pfeifenwinde hat eine Belaubung von Mai bis November, womit der Laubengang die ganze Sommersaison begrünt werden kann. Es sollte jedoch bei einer Bepflanzung mit einer Pfeifenwinde daran gedacht werden, dass alle Teile der Pflanze giftig sind.

Schwarzäugige Susanne

Wer eine pflegeleichte Kletterpflanze für den Gartenbogen sucht, wird mit der Schwarzäugigen Susanne zufrieden sein. Die Pflanze ist einjährig und somit nicht für eine dauerhafte Bepflanzung gedacht. Die orangen Blüten des krautigen Kletterers bieten viel Abwechslung an der Gartenpforte. Ohne viel Pflege erreicht die Pflanze gute Höhen und ist daher unter den Einjährigen so beliebt.

Geißblatt

Das Geißblatt, welches auch als Heckenkirsche bekannt ist, belohnt den Gärtner mit duftenden Blüten. Durch die unterschiedlichen Wuchsformen und Wuchshöhen ist das Geißblatt für viele Größen von Gartenbögen flexibel einsetzbar. Für die knalligen, roten Blüten sollte auf genügend Wasser und Sonne geachtet werden. Im Vollschatten fühlt sich das Geißblatt nicht wohl.

Der Klassiker für die Bepflanzung: Kletterrosen

Zu der klassischen Bepflanzung eines Gartenbogens gehören natürlich die Kletterrosen – daher werden die Bögen schließlich auch als Rosenbögen bezeichnet. Die vielen Arten und Blütenfarben geben dabei ein großes Dekorationspotential. Hier nur vier Beispielsorten, die bereits verschiedene Blütenfarben aufweisen:

  • New Dawn: Rosa-weißliche Blüten, robust und pflegeleicht
  • American Pillar: Kräftig pinke Blüten, wächst schnell
  • Scarlet Climber: Scharlachrote Blüten, honigartiger Duft
  • Goldfinch: Gelb-weißliche Blüten. robust gegen Pilze

Info: Kletterrosen sind keine botanisch definierte Art. Es handelt sich um Rosenarten und -sorten, die aufgrund ihrer Wuchsform klettern können. Daher besteht ein fließender Übergang von Strauchrosen zu Kletterrosen. Wenn die Triebe so lang wachsen, dass diese sich nicht selbst tragen können, spricht man somit von einer Kletterrose.

Durch die Wahl des richtigen Gartenbogens mit der passenden Bepflanzung schaffen Sie einen echten Hingucker im Garten. Der Bogen kann dabei als Pforte zum Garten dienen, eine Rastmöglichkeit an einem schattigen Plätzchen bieten oder einen Gartenweg überdachen. Auch als Abtrennung von verschiedenen Gartenbereichen oder alleinstehend auf der Wiese macht ein Gartenbogen eine gute Figur. Die bewachsene Zierde verwandelt die heimische Grünfläche schnell zu einem Märchengarten.