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Brennnessel – ein gesundes Wildkraut

Brennnessel - Gesund und vielseitig einsetzbar

BrennnesselbildIch gebe zu, früher mochte ich die Brennnessel überhaupt nicht. Vielleicht lag es daran, dass ich als Kind vom Fahrrad stürzte und genau in ein paar Brennnesseln fiel. Mit einer langen Hose wäre das nicht schlimm gewesen, aber ich trug natürlich eine kurze Hose.

Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, wie mir die Beine gebrannt haben. Heute ist es anders. Die Brennnessel gehört für mich zu den besten Wildkräutern. Sie darf in keiner unserer Teemischungen fehlen. Denn sie ist wahnsinnig gesund.

Welche gesundheitliche Wirkung besitzt die Brennnessel?

Während die einen versuchen, die Brennnesseln aus ihrem Garten zu verbannen, wissen die anderen sie durchaus zu schätzen. Die Brennnessel steckt voller Vitamine und Mineralstoffe. Getrocknete Brennnesselblätter enthalten jede Menge Eiweiß, sogar noch mehr als Sojabohnen. Ihr werden viele Heilwirkungen nachgesagt.

Sie kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Bei der innerlichen Einnahme gilt sie unter anderem als blutreinigend, sie soll den Stoffwechsel fördern und sogar bei Diabetes unterstützend wirken. Sie soll bei Menstruationsbeschwerden, Bluthochdruck, Gicht, Durchfall, Magenbeschwerden und Nierenschwäche helfen. Bei der äußerlichen Anwendung kann sie gegen trockene Haut und Akne helfen. Sie hat auch äußerlich eine reinigende Wirkung.

Verwendung der Brennnessel in der Küche

Am häufigsten wird die Brennnessel wohl im Tee verwendet. Aber auch in Suppen, Smoothies oder als Spinatersatz macht sie eine gute Figur. Manche geben sie sogar in ihren Salat. Am besten werden für die Verwendung in der Küche nur ganz junge Blätter verwendet. Vor dem Verzehr müssen diese gründlich gewaschen werden.

Junge Blätter brennen weniger, als ältere. Nach dem Ernten wird das Brennen geringer. Wer sich nicht traut mit bloßen Händen die Brennnesseln anzufassen, der trägt einfach Handschuhe. Wenn man aber vorsichtig vorgeht, passiert nichts. Denn die Brennnesseln brennen nicht, wenn man sie von unten nach oben berührt. Umgekehrt entsteht erst dieses bekannte Brennen.

Brennnessel als Dünger

Auch im Garten ist die Brennnessel sehr nützlich. Nicht umsonst ist der Boden dort, wo die Brennnessel wächst, besonders gut. Brennnesseln sind ein gutes Düngemittel in Form von Brennnesseljauche. Dazu wird ein großes Gefäß am besten mit Deckel, alternativ kann auch ein Brett zum Abdecken genommen werden, Brennnesseln, Regenwasser und ein Stück Holz zum Umrühren benötigt.

Zunächst muss der richtige Standort gewählt werden. Da Brennnesseljauche sehr unangenehm riecht, sollte es weit weg von Sitzecken sein. Ob ein sonniger oder schattiger Standort gewählt wird, hängt davon ab, wie schnell die Jauche fertig sein soll. In der Sonne geht es etwas schneller als im Schatten. Der Eimer wird ungefähr zur Hälfte mit Brennnesseln gefüllt.

Dann kommt das Regenwasser hinzu, so viel, bis die Brennnesseln bedeckt sind. Nun wird die Mischung mit dem Stück Holz gut umgerührt und dann mit dem Deckel oder Brett abgedeckt. In den nächsten zwei bis drei Wochen sollte die Brennessel Jauche täglich, spätestens alle zwei Tage umgerührt werden. Wann sie fertig ist, erkennt man daran, dass sie sehr stinkt. Um den Geruch etwas zu mindern, kann Steinmehl in die Jauche gemischt werden.

Der Dünger kann nun in das Gießwasser gegeben werden. Auf 10 Liter Wasser kommt ungefähr ein halber Liter Jauche. Mit der Mischung sollten nicht die Blätter der Pflanzen, sondern nur die Wurzeln gegossen werden. Der selbst hergestellte Dünger ist nicht nur kostenlos, er ist zudem ganz ohne Chemie. Übrigens kann die Jauche auch pur zur Schädlingsbekämpfung benutzt werden. Hier sollten aber wirklich nur die befallenen Stellen vorsichtig gegossen werden.

Video: Brennnessel – Heilmittel und Superfood

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