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Der Traum vom schönen Rasen

Welcher Hausbesitzer träumt ihn nicht: Den Traum vom schönen, gepflegten Rasen? Für den einen sind es nur einige Quadratmeter, für den anderen sind da schon größere Flächen. Doch von der Größe einmal abgesehen, kann jeder Rasen zu einem Traumrasen werden. Und das ist auch für den Gartenanfänger gar nicht so schwer.

Am Anfang steht die richtige Mischung

Gerade wenn es sich um eine Neuanlage handelt, kann man frei entscheiden, ob man sich mit einem vorgezogenen Rollrasen abgibt, der recht pflegeleicht in den Garten integriert werden kann, oder man doch lieber auf die traditionelle Weise den Rasen selber ansäen möchte. Letzteres ist mit ein klein wenig Arbeit verbunden. Doch ist dies nicht so schwer, dass man sich davor fürchten müsste. Hierbei ist natürlich zu bedenken, dass es bis zu drei Monaten dauern kann, bis der Rasen vollständig genutzt werden kann. Insbesondere bei Familien mit kleinen Kindern, die sich nichts mehr wünschen, als auf dem Rasen spielen zu können, kann dies eine aufreibende Zeit sein, in der der Rasen zu schützen ist.

Begonnen wir dieses Projekt mit der Auswahl der Grassaat. Doch Vorsicht: Dabei gilt es einiges zu beachten. Denn viele Mischungen von Grassamen sind zwar bestens für die einzelnen Verwendungszwecke ausgelegt. Doch ist die Mischung der einzelnen Rasensamen nicht immer optimal, sondern eher vom Hersteller kostenoptimiert. So sollten folgende Komponenten beachtet werden, damit es später auch mit der optimalen Rasenpflege klappt. Sicherlich gibt es viele günstige Rasensamenmischungen im Baumarkt und manchmal sogar im Non-Food-Angebot des Discounters. Doch sind diese Mischungen oftmals angefüllt mit schnell wachsenden Grassorte, die zwar schnell eine dichte Grasnarbe bilden, aber anfällig für Unkräuter sind und sehr schnell wachsen, also oft gemäht werden müssen. Auch die Menge des Grasschnitts will kompetent entsorgt werden. Natürlich besteht auch die Option des Mulchens. Aber dies soll ein anderes Thema sein.

Es ist stets darauf zu achten, dass es sich um recht frisches Rasensamen handelt. Der Grund liegt darin, dass Grassamen bereits nach einem Jahr nicht mehr die volle Keimfähigkeit aufweisen. Natürlich ist es nicht einfach, sich mit der Beratung durch das Baumarktpersonal für die richtige Mischung zu entscheiden. Oftmals jedoch ist es das Gespräch mit einem Landschaftsgartenbauer, das den Ausschlag in die richtige Richtung bringen kann. Wir brauchen uns nichts vormachen: Der professionelle Landschaftsgärtner arbeitet mit ganz anderen Rasensamen Mischungen als der Privatmann. Und natürlich kennt er auch ganz andere Lieferanten. Vielleicht ist er ja bei der Beschaffung behilflich.

Wann wird Rasen gesät?

Zunächst einmal die gute Nachricht: Rasensamen sind winterhart. Somit kann genau genommen rund ums Jahr angesät werden. Optimal jedoch sind März bis Mai und August – September. In beiden Fällen sollte die Befeuchtung des Bodens über 6 Wochen gewährleistet werden.

Ab Oktober kann zwar immer noch angesät werden. Jedoch benötigt man eine Grundtemperatur von mindestens 10-12 °C, um die Keimung nicht auf ein Minimum herab zuschrauben. Grundsätzlich aber kann noch angesät werden, da die Saat winterfest ist. Zudem braucht man im Winter keine Angst haben, dass die Jungtriebe des Rasens vertrocknen, da es für gewöhnlich ja feucht genug ist. Im Sommer hingegen können die Kosten für die Bewässerung recht hoch zu Buche schlagen. Denn die Jungtriebe nehmen Trockenheit absolut übel und gehen bei Trockenheit leider sehr schnell ein.  Andererseits kann man sofort sehen, ob es Stellen gibt, an denen im Herbst nach gesät werden muss. Dies kann dann gleich im August / September noch vorgenommen werden, sodass im nächsten Frühjahr eine geschlossene Rasenfläche vorhanden ist.

Unkrautfrei bitte sehr

Natürlich ist es möglich, einen vorhandenen Rasen zu „reparieren“, indem die schedderigen Stellen ausgebessert werden. Schöner wird die gesamte Fläche aber, wenn der gesamte Rasen eine Auffrischung erhält.

Doch bevor man den Boden endgültig für die Rasensamen vorbereitet, ist es notwendig, die Fläche von jeglichem Unkraut zu befreien. Auch größere Steine und Wurzelwerk muss entfernt werden. Manchmal kann es zu diesem Zwecke notwendig sein, die Gartenhacke zu benutzen, da die Arbeit mit Spaten zu kraftaufwendig wäre. Diese kann bei Bedarf im Baumarkt oder bei Gartengeräte-Fachhandel ausgeliehen werden. Dieses Vorhaben sollte rechtzeitig angemeldet werden, da viele Gartenbesitzer den Leihservice in Anspruch nehmen.

Ein harter, lehmiger Boden sollte zudem mit einigen Kubikmetern Bausand „veredelt“ werden. Eine Schicht von 10 Zentimetern ist hier zu empfehlen. Nicht nur, dass einige typische Rasenpflanzen auf dem lockeren Sad besser wachsen. Auch kann Regenwasser besser in den Boden einsickern. Des weiteren vermindert der Sand die Moosbildung.

Was tun, wenn der Boden stark verdichtet ist?

Gerade bei Böden, die durch Baumaschinen oder ähnlichem stark verdichtet sind, ist es schwierig, den Boden auf einfache Weise zu lockern und vorzubereiten. Auch hier kommt die Bodenhacke zum Einsatz. Je nach Beschaffenheit des Bodens kann es sinnvoll sein, ruhig ein Stück tiefer zu lockern, Sand aufzutragen und bei Bedarf nach der Einsaat den Boden mit Mikroorganismen zu impfen, damit wieder „gutes Leben“ im Boden Einzug halten kann.