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Die Weinlaube mit rankendem Wein

weinrebenIm Sommer wird es einem schnell warm und ein schattiges Plätzchen wäre nicht verkehrt. Wer eine freie Fläche hat, die bereits als Terrasse eingefasst wurde oder noch wird, der kann über dieser eine Weinlaube errichten. Wilder und auch echter Wein sind rankende Pflanzen, die darüber wachsen sollen. Die Weinlaube besteht also aus einem Ständerwerk aus Holz oder auch Metall, welches zum Dach verstrebt. An diesem Ständerwerk können Weinreben gesetzt und gepflegt werden. Wein wächst ca. ein bis zwei Meter im Jahr, er muss jedoch auch die Fläche füllen.

Es handelt sich also um ein Projekt, welches ein paar Jahre Geduld in Anspruch nimmt. Dann hat man jedoch seine geschützte Stelle mit Bänken und Tischen. Die Besonderheit ist jedoch, dass warme Luft einfach durch die Pflanzendecke aufsteigt und bei Wärme die Verdunstung steigt, diese hat jedoch einen kühlenden Effekt. Man sitzt also selbst an den heißesten Sommertagen sehr angenehm und kann das Leben genießen. Natürlich sollte nicht unter der Weinlaube (Beispielbild) gegrillt werden, da die aufsteigenden heißen Dämpfe für die Weinreben zu viel wären. Der Grill sollte also zum Rand oder noch etwas weiter von der Weinlaube weg stehen.

Es kann natürlich auch eine Grill- und Feuerstelle mit Kamin in die Weinlaube integriert werden. Die Triebe direkt am Kamin werden jedoch wegen der Hitze eingehen und können zurückgeschnitten werden. Man muss ein wenig darauf achten, dass nicht das Holz oder die trockenen Triebe vom Wein Feuer fangen, und muss deswegen immer sehr vorsichtig sein oder die Feuerstelle doch auslagern.

Die echte Weinrebe – Vitis vinifera

weinreben2Die echte Weinrebe ist die Rebe, die für die Gewinnung von Trauben gezüchtet und angebaut wird. Diese Art wird dabei in ganz unterschiedliche Richtungen für den kommerziellen Anbau gezüchtet. Es finden sich Rebsorten mit grünen, gelben, roten, blauen oder fast schwarzen Beeren, die teils sogar harten Winterfrost abkönnen oder besonders resistent gegen Mehltau oder die Reblaus sind.
Aber all das ist die echte oder edle Weinrebe. Diese wird bis zu 20 Meter hoch und rankt dabei an Rankhilfen empor. Auf den Weinhängen wird die echte Weinrebe jedoch im Frühjahr zurückgeschnitten, damit man an ihr besser arbeiten kann und sie bessere Erträge anbringt.

Auch diese echte Weinrebe wäre eine geeignete Pflanze, um sie für die Weinlaube zu verwenden. Wenn diese wirklich viel Sonne abbekommt, werden die Trauben im Herbst sogar Gewicht bringen und die Beeren Geschmack.

Die echte Weinrebe kann mehrere Jahrzehnte überdauern und mit einer Rebe bis zu 100 m² begrünen. Sie kann genau wie einige Wildreben in schadhaften Mauern oder bei Fenstern und Türen möglicherweise mit ihren Ranken Schaden anrichten. Bei einer eigens errichteten Weinlaube wird durch rankenden Wein kaum ein Schaden entstehen.

Die Blätter vom echten Wein sind 5 bis 15 cm groß, haben 5 Lappen und fallen zum Herbst ab. Trauben bilden sich nur am Holz, welches bereits aus dem Vor- oder den Vorjahren stammt. Wein bildet die besagten Trauben aus, die eher unscheinbar blühen und dann viele Beeren tragen.

Wildreben

weinreben3Innerhalb der Weinreben finden sich sehr viele Wildreben, die für die Traubengewinnung keine bis eine geringe Bedeutung mitbringen. Diese Wildreben können jedoch größere oder bunter gefärbtere Blätter ausprägen, weniger hoch oder noch höher ranken oder andere positive Eigenschaften haben, womit sie für die Weinlaube die bessere Wahl wären. Bei den Wildreben können die optischen Reize oder die Robustheit überwiegen, weswegen sie die Weinlaube besonders schön machen würden. Hier finden sich auch Arten, die schneller wachsen und damit die Weinlaube schneller mit einem Blätterdach schließen. Es kommt natürlich immer darauf an, welche Arten im Gartenhandel zu haben sind, online wird sich gewiss eine bessere Auswahl finden.

Typische Wildreben sind die Amur-Rebe Vitis amurensis, die Rostrote Rebe Vitis coignetiae, die Fuchsrebe Vitis labrusca oder die Duftrebe Vitis riparia.

Welche Rebe eignet sich?

Wer seine Weinlaube in einer Weinbauregion anlegen möchte, sollte zwingend darauf achten, dass seine Rebe gegen die Reblaus resistent ist. Ganz allgemein sollte immer eine Rebsorte gewählt werden, die auch die kalten Winter übersteht und beständig gegen typische Erkrankungen, wie falscher Mehltau ist. Aus den verbleibenden Reben, die diesen Kriterien gerecht werden, kann letztendlich die schönste gewählt werden. Dann wird die Weinlaube zur Freude und nicht zum Desaster.

Voraussetzung für den Anbau von Wein ist jedoch, dass die Rebstöcke einen Boden vorfinden, der etwas Lehm und auch Ton enthält, der dennoch nicht zur Staunässe neigen wird. Innerhalb der Weinreben gibt es wiederum einige, die genügsamer sind, einige sind jedoch besonders anspruchsvoll an die Böden und den Standort.

Das richtige Bauholz

Beim Bauholz für die Weinlaube gibt es extrem große Unterschiede. Buche vergammelt bei Nässe direkt, Eiche wird hingegen einige Jahrzehnte halten. Beide Hölzer sind jedoch alles andere als billig, wenn man direkt eine ganze Weinlaube errichten möchte. Lärche ist ein günstiges und wetterbeständiges Bauholz und auch für die Weinlaube geeignet. Auch das Kernholz der Kiefer würde gehen, sollte jedoch unbedingt gegen die Witterung behandelt werden. Dieses wäre auch bei Eiche oder Lärche von Vorteil, auch damit das Holz über die Jahre auf der Oberfläche weniger ausfranst oder um mit der Holzlasur den Farbton zu ändern.

Weiterhin macht es einen großen Unterschied, ob die Pfeiler einfach in den Boden eingelassen werden oder auf diesem stehen und sich ständig mit Wasser voll ziehen oder nicht. Man sollte schon Fundamentblöcke etwas aus dem Boden herausschauen lassen oder die Pfeiler auf große Terrassenplatten aufstellen, die das Gewicht tragen. Wenn das Holz etwas vom Boden abhebt und somit nie im Wasser steht, kann dennoch alles mit ein paar schönen Steinen oder einer kleinen Holzverkleidung verziert werden.

Selbst dann, wenn die Weinlaube aus Metallteilen angefertigt wird, sollten diese nicht im Nassen stehen, da man bei den benötigten Mengen kaum Edelstahl, sondern verzinktes Metall wählt. Bei Alu wäre die Nässe hingegen weniger ein Problem.

Es gibt im Übrigen genug Bausätze, es sollte bei der Auswahl jedoch auf diese Details geachtet werden. Für den Händler ist es natürlich ein Vorteil, wenn die Kunden alle 5 Jahre neu kaufen müssen. Der kluge Kunde überlegt sich seinen Kauf deswegen besser bereits vor der Bestellung.

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