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Energiesparende Hausbaukonzepte, Materialien und Techniken

HaeuschenOb man sich nun beim Hausbau für eine Fertighausvariante oder aber eine Massivbauweise entscheidet liegt zunächst einmal an den persönlichen Vorstellungen der zukünftigen eigenen vier Wände. Neben den Baukosten sollte man jedoch in jedem Fall auch auf laufende Kosten achten, wenn es darum geht, das Haus nach finanziellen und ökologischen Aspekten zu planen.

Niedrigenergie-, Passiv-, Nullenergie-, Plusenergie- oder Energiespeicherhaus sind Begriffe, die man in diesem Zusammenhang öfter hören kann. Dabei unterscheiden sich die genannten Haustypen stark voneinander. Dennoch lohnt es sich, im Rahmen des finanziellen Budgets für eine möglichst effiziente Energieversorgung zu sorgen. Das zahlt sich auf lange Sicht aus.

Niedrigenergie- und Effizienzhäuser

Die Konzepte für Energiesparhäuser fußen in den 80er Jahren und wurden im Laufe der Jahre stetig verbessert. Am Anfang stand das Niedrigenergiehaus. Man einigte sich bei diesem Begriff darauf, dass bestimmte Grenzwerte zum Energieverbrauch nicht überschritten werden durften. Der Energieverbrauch von Heizung und Warmwasser musste 25 % unter den Anforderungen der alten Wärmeschutzverordnung von 1995 liegen, um den Status Niedrigenergiehaus zu erhalten. Heute hat man dieses Konzept zu Effizienzhäusern weiterentwickelt. Die Effizienzhäuser 70, 55 und 40 dürfen nicht mehr als 70, 55, oder 40 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter verbrauchen. All diese Hausbau-Varianten sind sicherlich ein Baustein für ein nachhaltiger gestaltetes Leben.

Nullenergie- und Passivhäuser

Man spricht von einem Nullenergiehaus, wenn exakt die Menge an Energie produziert werden kann, wie verbraucht wird, also keine externe Energie hinzugezogen werden muss. Etwas älter ist das Passivhaus, hier werden für den Grundbedarf an Warmwasser und Heizung ausschließlich passive Wärmeeinträge verwendet. Dies kann mit Fotovoltaik, Solarthermie oder auch mit Wärmepumpen realisiert werden. Generell kann in solchen Häusern auf eine Heizungsanlage verzichtet werden. Die meisten Häuser besitzen jedoch eine Mini Heizung, die bei Bedarf hinzugeschaltet werden kann.

Plusenergie- und Energiespeicherhäuser

Von einem Plusenergiehaus spricht man dann, wenn es in der Lage ist, die Bewohner mit mehr Energie zu versorgen, als diese verbrauchen. Dieser Haustyp wird im Zuge steigender Energiepreise immer stärker nachgefragt, viele Hersteller haben sich auf den Bau von Plusenergiehäusern spezialisiert. Die überschüssige Energie kann dann beispielsweise für das Laden des Elektroautos verwendet werden oder auch in das öffentliche Netz eingespeist werden. Auch die Speichertechnik wird immer weiter verbessert, sodass es heute auch erste Energiespeicherhäuser gibt, die die überschüssige Energie in einem internen Speicher zwischenspeichern können. Das Thema Energiespeicherhäuser wird bei sinkenden Preisen für Technik und Ausstattung in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.

Materialien und Technik

Alle diese Haustypen benötigen eine durchdachte Materialauswahl, um überhaupt in der Lage zu sein bestimmte Grenzwerte einzuhalten und entsprechende Technik, um Energie zu erzeugen. Ein wichtiger Punkt ist zunächst die Wärmedämmung. Hier sollte schon in der frühsten Planungsphase das richtige Material verwendet werden. Wer sich für den klassischen Hausbau mit Ziegeln entscheidet, sollte also schon hier auf eine gute Wärmeisolierung achten. Besonders empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang etwa der Hausbau Ziegel Eder XP aus dem Ziegelwerk Eder. Dieser Ziegelstein bietet eine sehr gute Wärmedämmung (U = 0,16 W/m²K) und eignet sich somit ideal für Passiv und Niedrigenergiehäuser auch ohne zusätzliche Dämmung.

Die Dämmung kann weiterhin zusätzlich durch entsprechende Dämmstoffe erhöht werden. Auch bei Fenstern und Türen sollte auf die Wärmedämmung geachtet werden. Darüber hinaus stehen heute zahlreiche Techniken zur Energiegewinnung zur Verfügung. Ob eine Fotovoltaikanlage, eine Windturbine auf dem Dach, eine Erdwärmeheizung oder eine Kombination aus allem ist möglich. Wer den Hausbau intelligent plant, gibt auf lange Sicht kein oder zumindest viel weniger Geld für Energie aus.

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