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Insektengiftallergie – Was ist das?

Für Allergiker kann schon ein einziger Wespen- oder Bienenstich lebensgefährlich werden und dennoch wird diese Gefahr nach wie vor gerne unterschätzt. Nicht selten sind die Folgen dann fatal. Viele Menschen wissen gar nicht, dass eine Insektengiftallergie in den meisten Fällen sogar mit Erfolg behandelt werden kann, wenn diese einmal von einem Mediziner festgestellt wurde.

Selbsttest: Reagieren Sie allergisch auf Insektenstiche?

  • Wurden Sie bereits in der Vergangenheit von einer Biene, Wespe oder Hornisse gestochen?
  • Haben sich anschließend an Ihrem Körper rote Quaddeln gezeigt oder hatten Sie mit einem starken Juckreiz zu kämpfen?
  • Hatten Sie nach dem Insektenstich mit Kreislaufproblemen, Schwächegefühlen oder mit Benommenheit zu kämpfen?
  • Kam es bei Ihnen infolge des Insektenstiches zu einem auftretenden Übelkeitsgefühl?
  • Sind ebenfalls Anzeichen, wie Schwindel, Erbrechen oder Engegefühle aufgetreten?

Haben Sie mindestens zwei oder mehr Fragen mit Ja beantwortet, können Sie davon ausgehen, dass Sie allergiegefährdet sind. Demnach macht es Sinn einen Allergologen aufzusuchen und einen Allergietest machen zu lassen.

Was gilt es bei einem Insektenstich im Notfall zu unternehmen?

Nach einem Insektenstich ist zügiges Handeln enorm wichtig. Auf diese Weise kann der allergischen Reaktion am wirkungsvollsten entgegen gewirkt und ein anaphylaktischer Schock verhindert werden. Jedes Insekt und vor allem dessen Stich hat eine andere Wirkung. Die folgende Abbildung zeigt die Unterschiede hinsichtlich Juckreiz, Intensität der Rötung, Maß der Schwellung sowie des Schmerzfaktors bei Stichen unterschiedlicher Insekten.

Quelle: https://www.insektengiftallergie.de/

Um stets richtig handeln zu können, sollten sowohl Allergiker als auch Angehörige genau wissen, was sie in solchen Notsituationen tun müssen. Gerade während der schönsten Jahreszeit gilt es außerdem stets, das Allergie Notfallset mitzuführen. Ein sicherer Umgang mit den Arzneien kann im Fall der Fälle Leben retten.

Warum ist ein Allergietest beim Fachmann so wichtig?

Wird eine Allergie gegen Insektengift nicht erkannt, kann dies lebensgefährliche Folgen mit sich bringen, wenn der Ernstfall eintritt. Aus diesem Grunde ist eine sorgfältige Beobachtung von einem selbst immer entscheidend, um die ersten Insektengiftallergie-Anzeichen zu erkennen. Kommt es zu typischen Symptomen nach einem Insektenstich, gilt es unverzüglich einen Allergologen aufzusuchen.

Als erste Maßnahme können in diesem Fall aber ebenfalls HNO-Mediziner, Hautärzte, Kinderärzte, Allgemeinmediziner, wie Lungenfachärzte weiterhelfen. Mit Hilfe von Blut-, wie Hauttests ist es heute möglich festzustellen, ob eine Sensibilisierung für eine Insektengiftallergie zu Grunde liegt.

Das Notfallset Anaphylaxie kann im Notfall Leben retten

Als Erste-Hilfe-Ausrüstung verschreiben Fachmediziner bei einer diagnostizierten Insektengiftallergie in der Regel ein Allergie-Notfallset. Dieses sollten Allergiker dann jederzeit bei sich haben. Wird dieses Notfallset nach einem Insektenstich zügig eingesetzt, kann dies dafür sorgen, dass der Allergiker den Stich übersteht, ohne dass es zu schwerwiegenden oder gar lebensbedrohlichen Komplikationen kommt. Jeder Betroffene sollte demnach in der Anwendung dieser Arzneien geübt sein, denn dies kann im schlimmsten Fall sogar das eigene Leben retten.

Eine Insektengift-Allergie lässt sich mit der Allergie-Impfung ursächlich therapieren

Im Ernstfall kann eine Insektengiftallergie lebensgefährlich sein. Für Allergiker gibt es aber durchaus Optionen, denn in vielen Fällen kann eine solche Allergie durch eine sogenannte Hyposensibilisierung gut therapiert werden. Auf behutsame Art und Weise wird der menschliche Körper hier mit einer Allergie-Impfung an den auslösenden Giftstoff gewöhnt.

Zwischen drei bis fünf Jahre kann diese Therapie allerdings andauern. Bei einer Wespengiftallergie liegt die Erfolgsrate aber bei rund 95%. Demnach kann sich diese Behandlung lohnen, auch wenn ein paar Jahre ins Land gehen können.

Fazit: Wer vermutet, dass er gegen das Insektengift von Bienen, Wespen oder Hornissen eine Allergie entwickelt hat, sollte einen Allergologen oder Allgemeinmediziner aufsuchen. Mit einem Blut- oder Hauttest lässt sich schnell herausfinden, ob tatsächlich eine Insektengiftallergie vorliegt. Meist verschreibt der Mediziner im Falle einer solchen diagnostizierten Allergie dann ein Notfallset.

Gerade in den Sommermonaten gilt es dieses dann immer mit sich zu führen, denn im Ernstfall können die Medikamente hier Leben retten. Wichtig ist natürlich, dass Allergiker, wie Angehörige lernen sicher mit diesem Notfallset umzugehen. Wer sich nicht sein Leben lang vor einem Insektenstich fürchten möchte, kann außerdem eine sogenannte Hyposensibilisierung bei einem Mediziner vornehmen lassen.