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Löwenzahn – heilendes Wildkraut

LöwenzahnJeder kennt ihn, aber die wenigsten beachten ihn. Von vielen wird er sogar als Unkraut beschimpft, weil er überall anzutreffen ist. Die Rede ist vom Löwenzahn. Im Volksmund wird er unter anderem auch Pusteblume oder Kuhblume genannt. Für ihn gibt es viele Bezeichnungen. Dem Löwenzahn wird eine Heilwirkung zugeschrieben. Kenner wissen das und nutzen ihn als Lebensmittel. Er wird als Salat verzehrt oder gern als Tee getrunken.

Welche Heilwirkung hat der Löwenzahn?

Im Löwenzahn sind Flavonoide und Bitterstoffe enthalten, die hauptsächlich für die heilende Wirkung des Wildkrautes verantwortlich sind. Löwenzahn regt die Galleproduktion an, verbessert den Fettstoffwechsel, hilft bei Magenbeschwerden und rheumatischen Erkrankungen. Sogar bei Diabetes wird ihm eine verbessernde Wirkung nachgesagt. Löwenzahn ist harntreibend und hilft somit auch bei Blasenentzündungen, selbst Nierensteine soll er auflösen können. Er hat zudem eine reinigende Wirkung und soll fit machen. Der Löwenzahn hat so viele heilende Eigenschaften, dass es fast unmöglich ist, sie alle aufzuzählen. Meist wird zur Behandlung Löwenzahntee allein oder mit anderen Kräutern verwendet. Für den Tee können entweder frische oder getrocknete Löwenzahnblätter, aber auch die Löwenzahnwurzel verwendet werden. Auch äußerlich bei Hautproblemen oder Gelenkschmerzen kann der Löwenzahn helfen. Dazu wird morgens und abends der Pflanzensaft aus den Stängeln auf die betroffene Stelle gegeben.

Löwenzahn2Löwenzahntee selbst herstellen

Im Handel gibt es zwar Löwenzahntee zu kaufen, da das Kraut aber überall wächst, ist es ein leichtes, seinen Tee selbst herzustellen. Wer keinen Garten hat, kann sich bei einem Spaziergang den Löwenzahn sammeln. Wer seine Augen offen hält, wird unterwegs viel davon finden. Für Gartenbesitzer ist es ein Leichtes an Löwenzahn zu kommen. Er wächst nahezu überall, in den Beeten, wo er sowieso regelmäßig ausgezupft werden muss, damit die andern Pflanzen genug Platz haben und auf der Wiese breitet er sich ebenfalls aus. Wer sich Tee aus den Blättern kochen möchte, muss nur ein paar Blätter sammeln. Eine genaue Dosierung anzugeben ist schwierig, da jeder die Bitterstoffe anders empfindet. Auf eine Tasse Tee (200 ml) kann ungefähr ein frisches Löwenzahnblatt oder ein Teelöffel getrocknete Löwenzahnblätter verwendet werden.

Die Herstellung von Tee aus Löwenzahnwurzeln bedarf etwas Vorbereitung. Die Wurzeln werden nach dem Ernten gereinigt, aber am besten ohne Wasser. Sie können frisch oder getrocknet verwendet werden. Die Löwenzahnwurzeln werden über Nacht in kaltes Wasser gelegt. Auf einen Liter Wasser werden ungefähr zwei bis drei Wurzeln benötigt. Über Nacht werden die wertvollen Inhaltsstoffe aus den Wurzeln gezogen. Am nächsten Tag wird der Sud aufgekocht, sollte dann noch einige Minuten ziehen, kann dann abgesiebt und getrunken werden.

Bei den Aussichten seinen Körper etwas Gutes zu tun, lohnt es sich also in jedem Fall beim nächsten „Unkrautjäten“ den Löwenzahn nicht zu kompostieren, sondern aufzuheben und aus ihm einen leckeren Tee zu machen. Wem das nicht schmeckt, kann den Löwenzahn auch mit andern wohlschmeckenden Kräutern mischen.
Löwenzahn

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