Home / Pflanzenschutz / Trauermückenbekämpfung auf natürliche Art
Trauermückenbekämpfung
Trauermückenbekämpfung

Trauermückenbekämpfung auf natürliche Art

TrauermueckeWelcher Pflanzenbesitzer kennt sie nicht? Die Trauermücke. Sie wird oftmals mit der Obstfliege verwechselt, dabei ist sie aber viel schlanker und kann großen Schaden an unseren Jungpflanzen anrichten. Jedoch sind nicht die ausgewachsenen Tiere so gefährlich, sondern ihre Larven.

Sie ernähren sich zwar zum Teil von abgestorbenen Pflanzenresten, aber auch sehr gern von jungen Wurzeln. Dies bedeutet gerade für Sämlinge und Stecklinge das Aus. Der Einzug der Trauermücken geht sehr schnell.

Oftmals reicht schon ein offenes Fenster, durch das eine ausgewachsene Trauermücke hindurchkommt und sich dann in Töpfen am liebsten, in denen mit feuchter Blumenerde fröhlich vermehrt. Aber auch wenn eine neue Pflanze einzieht, können sich in der Erde bereits Larven befinden, ohne, dass es gleich bemerkt wird. Genauso verhält es sich bei dem Kauf von Erde. Denn auch darin können sich bereits Trauermückeneier befinden.

Vorbeugung

Mit ein paar kleinen Tricks kann der Befall reduziert werden. So kann zum Beispiel die neu gekaufte Blumenerde im Herd oder in der Mikrowelle vor ihrem Einsatz sterilisiert werden. Auch der Einsatz von Sand oder feinem Kies kann helfen. Dafür kommt erst eine Schicht Kies und dann erst die Blumenerde in den Topf. Anschließend wird die Oberfläche auch mit einer Schicht Kies abgedeckt. Das erschwert den Tieren die Eiablage. Um rechtzeitig zu erkennen, dass sich Trauermücken angesiedelt haben, kann außerdem das Aufstellen von Gelbtafeln sehr nützlich sein.

Bekämpfung

Wurden keine vorbeugenden Maßnahmen eingeleitet und ist der Befall dann so stark, sollte schnell gehandelt werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Trauermücken effektiv zu bekämpfen. Zum einen können chemische Mittel in Form von Kombistäbchen oder Granulaten in Aktion treten. Aber es geht auch viel natürlicher, indem Nematoden zum Einsatz kommen. Sie schaden weder den Pflanzen, noch anderen Nützlingen.

Was sind Nematoden?

Nematoden sind nichts anderes als Fadenwürmer, von denen es Tausende verschiedene Arten gibt. Zur Bekämpfung der Trauermücke werden die sogenannten Nematoden Steinernema feltiae eingesetzt. Sie sind die natürlichen Feinde der Trauermücken. Die Fadenwürmer sind so winzig, dass der Mensch sie mit bloßem Auge nicht sehen kann.

Wie funktioniert der Einsatz von Nematoden?

Die Nematoden müssen zunächst in die Erde gebracht werden. Dazu werden sie erst in Wasser aufgelöst und anschließend in das Gießwasser eingerührt. Wichtig ist, dass die Erde tagsüber mindestens zwölf Grad warm ist. Die Erde sollte in den nächsten vierzehn Tagen nach der Ausbringung immer feucht gehalten werden, damit die Fadenwürmer ihren Job erledigen können.

Sobald sie im Substrat sind, machen sie sich auf die Suche nach den Larven und dringen in sie ein. Dadurch sterben die Trauermückenlarven. Die Fadenwürmer vermehren sich dann darin, verlassen den Kadaver und suchen die nächsten Larven. Schon nach zwei Wochen ist eine deutliche Verringerung der umherfliegenden Trauermücken zu erkennen.

Video: Trauermückenbekämpfung

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.