Home / Heimwerken / Wandbekleidung: Putz oder Tapete?

Wandbekleidung: Putz oder Tapete?

wohnzimmerIm Gegensatz zu einer Mietwohnung, in der man sich meist mit Raufasertapete zufriedengeben muss, hat man in einem eigenen Häuschen die Wahl, ob die Wände mit Tapete oder Putz verschönert werden sollen.

Als wir vor über zehn Jahren unser Häuschen renovierten und modernisierten, standen wir auch vor der Frage, ob wir unsere Wände lieber tapezieren oder verputzen wollen. Da wir damals noch unseren Kater hatten, der statt sich an seinem Kratzbaum auszutoben, sich hin und wieder an Wänden und auch an Möbeln vergangen hat, war für uns klar, dass wir keine Tapete nehmen. Die hätte unsere Fellnase eh nach kurzer Zeit wieder teilweise von den Wänden geholt. Die Wahl fiel dann auf Putz.

Welche Putzsorten gibt es?

Zunächst wird zwischen Innen- uns Außenputz unterschieden.

Außenputz

Der Außenputz muss nicht nur einen dekorativen Nutzen haben, er ist gleichzeitig für den Feuchtigkeitsschutz des Mauerwerks und teilweise auch für den Wärmeschutz verantwortlich. Es wird zwischen mineralischem Putz und Kunstharzputz unterschieden. Der größte Unterschied zwischen den beiden Arten liegt darin, dass Mineralputze im Gegensatz zu Kunstharzputzen, die Wasser abweisend sind, Wasser aufnehmen und wieder abgeben.

Obwohl das Wasser in den Kunstharzputz nicht eindringen kann, dauert es, bis die Oberfläche abgetrocknet ist. Das macht den Putz anfällig für Schimmelpilze und Algenbildung. Deshalb mischen einige Hersteller Wirkstoffe hinein, die beides abtöten. Mineralputz ist wiederum kaum anfällig für Schimmel. Dafür kann es hier eher zu Rissbildungen kommen.

wandInnenputz

Auch im Innenbereich wird zwischen zwei Sorten unterschieden. Der Unterschied liegt in den Bindemitteln. Es gibt einmal den mineralischen Putz mit anorganischen Bindemitteln und dann den Putz mit organischen Bindemitteln.

Um unterschiedliche Eigenschaften wie Strukturbildung, Farbe und Wärmeleitfähigkeit zu bekommen, werden Zuschlagstoffe hinzugegeben. Es gibt viele verschiedene Putze. Wer seine Wände selbst verputzen möchte, muss sich genau informieren, was für sein Vorhaben am besten geeignet ist

baustelleDekorativ: Kunststoffputz

Wir haben uns in allen Zimmern für Kunststoffputz entschieden. Darin sind Kunststoffbindemittel wie Acrylate enthalten. Der Putz hat gegenüber dem Mineralputz den Vorteil, dass er schneller aushärtet und dünner aufgetragen werden kann.

Den Putz gibt es in jedem Baumarkt, entweder als fertige Mischung im Eimer oder im Sack zum Selbstanmischen. Obwohl es etwas teurer ist, haben wir uns damals für die Fertigmischung entschieden. Sie musste nur noch aufgetragen und verrieben werden. Zuvor haben wir im Rahmen der Modernisierungs- und Renovierungsmaßnahmen die Wände mit Rigips verkleidet, gespachtelt und grundiert.

Da der Putz nach dem Auftragen zu langweilig aussah, haben wir ihn mit Wandfarbe gestrichen. Als Basis haben wir immer weiße Farbe genommen und Abtönfarbe – für jedes Zimmer eine andere – hinzugegeben, dass viele dezente Farbtöne entstanden sind. Die Wände sehen heute noch so schön aus, wie damals. Alle paar Jahre werden sie mal übergestrichen, wenn es irgendwo Gebrauchsspuren gibt oder es einfach eine andere Farbe werden soll.
Kunststoffputz

Ein Kommentar

  1. Tolle Tipps, danke! Wie ich verstanden habe, ermöglicht die Mineralwolle in Kombination mit Außenputz eine leichte „atmende“ Wand. Dies wäre vielleicht für uns eine nicht schlechte Lösung, denn das Klima ist warm und feucht. Die Wand soll also trocken bleiben. Danke für die Erörterungen!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.