Home / Haus und Garten / Was ist beim Hauskauf zu beachten?

Was ist beim Hauskauf zu beachten?

HausskizzeIn Zeiten niedriger Zinsen ist es sehr verlockend, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Im Gegensatz zu einem Neubau gibt es gebrauchte Häuser wesentlich günstiger. In einigen Regionen Deutschlands sind sie so preiswert zu bekommen, dass die Finanzierung bereits nach wenigen Jahren vergessen ist. Das gilt besonders für ältere leer stehende Gebäude. Speziell bei unbewohnten Immobilien sollte man sich nicht vom ersten Eindruck täuschen lassen. Gebrauchte Häuser können auch ihre Tücken haben.

Vor dem Kauf genau hinschauen

In der Hoffnung bald ein Eigenheim zu besitzen sind manche Leute so euphorisch, dass sie sich von den Äußerlichkeiten einer Immobilie blenden lassen. Größere Schäden oder Reparaturmaßnahmen werden kleingeredet und das Haus wird gekauft. Nach dem Notartermin ist es dann meist zu spät. Erst dann entdecken viele Hauskäufer, in welchem Zustand sich ihr Haus tatsächlich befindet und wie viel Geld sie investieren müssen, um irgendwann darin wohnen zu können. Um sich später vor einem finanziellen Ruin zu schützen, ist es ratsam, einen Experten, einen Sachverständigen für Haus und Bau, zur Begutachtung mitzunehmen. Natürlich arbeitet so ein Fachmann nicht umsonst. Diese Kosten sind aber gering, im Vergleich dazu, welche finanziellen Überraschungen später folgen könnten.

Um ein wenig Geld zu sparen, kann die Erstbesichtigung allein gemacht werden. Meist werden sowieso mehrere Häuser angeschaut, bevor eine Entscheidung gefällt wird. Besteht dann die Absicht eine dieser Immobilien zu kaufen, sollte eine weitere Besichtigung mit dem Sachverständigen erfolgen. Er lässt sich nämlich nicht vom ersten Eindruck täuschen und schaut auch hinter die Fassade. Der Fachmann erstellt eine Grundstücksbewertung und kann einschätzen, ob ein Haus vielleicht teurer verkauft werden soll, als es wert ist. Durch ihn werden Baufehler und Mängel aufgedeckt, die Konsequenzen für die Gesundheit und die Wohnqualität haben. Ein wichtiges Thema ist unter anderem die Baufeuchte und die dadurch entstehende Schimmelpilzbildung. Ein guter Sachverständiger kann den Interessenten sagen, ob etwas im Argen liegt und wie viel eventuell nötige Instandsetzungsmaßnahmen kosten. Auch eine unabhängige Energieberatung ist Teil seiner Fachkompetenz.

Die Finanzierung

Was viele Käufer immer vergessen, sind die Nebenkosten, die rund um den Hauskauf anfallen, wie beispielsweise Notar und Grunderwerbssteuer. Auch Renovierungs- und Modernisierungskosten werden oftmals zu niedrig angesetzt, sodass es später zu einem Engpass kommt und die Hausbesitzer unter Umständen auf einer Baustelle wohnen müssen. Vor dem Kauf sollte man sich unbedingt um die Finanzen kümmern. Die wenigsten Menschen haben so viel Bargeld, dass sie den Kauf inklusive aller Gebühren und Kosten für den Umbau aus der eigenen Tasche zahlen können. Die meisten sind auf eine Finanzierung angewiesen. Bevor der Hauskredit aufgenommen wird, sollte genau berechnet werden, wie viel man braucht. Dabei sollte noch ein kleiner Puffer eingeplant werden. Es gibt kaum eine Baustelle, bei der keine unvorhergesehenen Kosten auftreten. Auch wenn das Risiko durch den Sachverständigen minimiert wird, kann noch etwas zum Vorschein kommen, was mehr Geld kostet, als geplant. Des Weiteren muss der Kredit bezahlbar bleiben. Was macht es für einen Sinn, wenn das Haus nach dem Umbau eine Menge Luxus bietet, aber die Kreditraten nicht gezahlt werden können? In dem Fall ist der Auszug vorprogrammiert.
Hauskauf

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.