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Woher kommt das Konjakmehl?

KonjakknollenSeit geraumer Zeit nutze ich das Konjakmehl – nein, mit Alkohol hat dies nichts zu tun. Es eignet sich hervorragend dazu, Speisen anzudicken. Es ist zudem sehr sättigend und dabei kalorienarm. Das Mehl besteht aus unverdaulichen Ballaststoffen. Häufig wird das Konjakmehl zum Abnehmen eingesetzt. Die Japaner stellen aus dem Mehl sogar Nudeln her. Auf den Mehlpackungen, die ich bisher kaufte, stand, dass das Konjakmehl aus der Konjakwurzel, auch Teufelszunge oder Amorphophallus konjac genannt, gewonnen wird.

Was steckt hinter Amorphophallus konjac?

Dieser Frage bin ich Anfang letzter Woche nachgegangen und habe ein bisschen recherchiert. Die Teufelszunge gehört zu den Aronstabgewächsen und kann bis zu zwei Meter hoch werden. Allerdings ist sie nur für die Topfhaltung geeignet, da sie nicht winterhart ist. Die Pflanze soll sogar eine Winterruhe einhalten. Im Herbst zieht sie dazu die Blätter ein und sollte dann trocken gehalten werden. Im Frühjahr treibt sie dann wieder aus. Sie benötigt einen halbschattigen Standort und vermehrt sich von alleine, indem sie jede Menge Tochterknollen bildet. Als ich die Blüte gesehen habe, hatte ich plötzlich das Verlangen mir auch eine Teufelszunge anzuschaffen. Sie sieht echt faszinierend aus. Allerdings sollte die Pflanze während der Blühzeit draußen stehen, da sie ziemlich nach Aas stinken soll. Der Geruch dient dazu, Insekten für die Bestäubung anzulocken.

Auf der Suche nach der Konjakknolle

Letzte Woche habe ich zwei Knollen der Teufelszunge auf einer großen Verkaufsplattform erworben und mich gefreut, als sie endlich eintrafen. Die Knollen hatten einen Durchmesser von circa drei Zentimetern, sie sind also noch relativ klein. Es waren keinerlei Austriebe mehr dran, sodass ich davon ausgehe, dass sie schon in der Winterruhe sind. Ich habe die Knollen dennoch in einen Topf mit Erde-Sand-Gemisch gesetzt und sie bei Zimmertemperatur, die in den letzten Tagen wetterbedingt ziemlich hoch war, gestellt. Da sie im Winter zwar kühl gelagert werden soll, wollte ich sie jetzt im August noch nicht in den Kühlschrank stellen. Ab November ist es in unserem Pflanzenzimmer sowieso sehr kühl, dass ich sie dort wohl stehen lassen werde. Ich habe die Erde etwas angefeuchtet und hoffe, dass es den Knollen nicht schadet. Jetzt werde ich bis zum Frühjahr warten und bin zuversichtlich, dass sie austreiben. Theoretisch könnte ich die Knollen nun auch trocknen lassen und zu Mehl verarbeiten, aber ich möchte unbedingt so eine Blüte in natura sehen und die Knollen behalten.
Konjakwurzel

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