Algen im Brunnenwasser entfernen und zukünftige Algenbildung verhindern

Es ist sehr warm und Sie bemerken grünes Brunnenwasser? Alles was Sie wissen müssen, um Algen im Brunnenwasser entfernen zu können, erfahren Sie hier! Es gibt unterschiedliche Brunnentypen, daher muss sich das Reinigen an den jeweiligen Typ anpassen. Beispielsweise wäre ein gebohrter Brunnen einfacher zu reinigen im Vergleich zu einem Ramm- oder Schlagbrunnen. Dann gibt es die unterschiedlichen Zierbrunnen.

Der Reinigungsaufwand hängt von der Art der jeweiligen Verschmutzung ab. Diese sind meist auf eine mechanische oder biochemische Natur zurückzuführen. Darüber hinaus muss neben dem Brunnenrohr oder dem Innenschacht auch die umgebende Filterschicht selbst gereinigt werden.

Chemische Abfälle nur im Abwasser entsorgen

Grundsätzlich ist zu beachten, dass beinahe alle Brunnen möglichst mechanisch gereinigt werden sollten. Daher gilt als oberste Regel beim Brunnenreinigen der Verzicht auf jegliche chemische Reinigungsmittel. Die meisten Verschmutzungen sind tatsächlich mechanisch zu lösen. Sollte man Hilfsmittel wie Javelwasser oder Wasserstoffperoxid aus Desinfektionsgründen einsetzen wollen, so muss eine Ableitung in Abwasserabflüsse gegeben sein.

Es sind mehrere Ursachen denkbar, wenn die Förderkraft des Brunnens nachlässt. Normalerweise liegt der bemerkbare Förderabfall bei etwa 10 bis 20 Prozent. Wird der Brunnen regelmäßig und frühzeitig gesäubert, mindert dies den Arbeitsaufwand bei den Einzelreinigungen. Ein Förderrückgang, welcher bei etwa 30 Prozent liegt, sorgt für eine exponentiell wachsende Verschmutzung.

Filterkies und Hochdruck

Die Verschmutzung hängt bei einem Ramm- oder Schlagbrunnen von deren Fördergeschwindigkeit ab. Hier gilt: Je weniger gefördert wird, desto langsamer setzen Schlammstoffe die Öffnungen der Filter zu. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass je schneller gefördert wird, desto schneller verschmutzen die Filteröffnungen. Aus diesem Grund liegt die Lebensdauer solcher Brunnen meist nur bei einigen wenigen Jahren.

Wie sollten nun diese am besten gereinigt werden? Dabei hilft die mechanische Kraft eines Hochdruckreinigers, welcher die eingeschlämmten Sande aus den Filterschlitzen heraus pusten kann. Das Problem dabei ist, dass diese Art des Reinigens nur vorübergehend vor der Brunnenverstopfung schützt. Das liegt einfach daran, dass bei jeder Förderung neue Sande wieder eingeschlämmt werden.

Um eine gründliche Reinigung des Brunnens zu erreichen, muss auch das um das Brunnenrohr aufgeschüttete Filterschicht aus Schotter oder Kies gesäubert werden.

Allgemeines über die Algenbildung

Nachdem nun besprochen worden ist, wie man Brunnen im Allgemeinen reinigen kann, geht es nun speziell um die Algenreinigung. Um diese effektiv und dauerhaft vorzubeugen, muss man wissen, wann und warum es überhaupt zu Algenbildung kommen kann.

Bei Algen handelt es sich um Wasserpflanzen. Wie auch andere Wasserpflanzen sind auch Algen von Kohlendioxid, Licht und Sauerstoffe und einigen anderen Nährstoffen abhängig. Diese bestimmten Nährstoffe gelangen über die Luft ins Wasser in den Brunnen. Der Vorgang ist unvermeidlich, allerdings müssen diese Nährstoffe nicht notwendigerweise zur Algenbildung führen. In vielen Fällen lässt sich dies effektiv vorbeugen.

Regelmäßiger Wasserwechsel beugt vor und kann Algen im Brunnen verhindern

Als erste Vorbeugungsmaßnahme sollte das regelmäßige Auswechseln des Wassers sein. Dadurch wird dem Brunnen der Nährboden für die Algenbildung genommen. Darüber hinaus sollte man wissen, dass ein destilliertes Wasser am wenigstens anfällig gegenüber Algen ist. Gleichzeitig hilft dies dabei, dass weder die Pumpe noch der Brunnen selbst verkalken.

Dabei spielt auch die Größe des Brunnens sowie die entsprechende Wassermenge eine Rolle. Es gilt, dass je weniger ein Brunnen Wasser fassen kann, desto schneller bilden sich in diesem Algen.

Um zukünftiges Algenwachstum im Brunnenwasser zu verhindern, können Sie folgende Schritte unternehmen:

  • Vermeiden Sie übermäßige Sonneneinstrahlung: Stellen Sie den Brunnen an einen Ort, der weniger Sonnenlicht erhält, oder verwenden Sie eine Markise oder einen Schattenspender, um das Wasser vor der Sonne zu schützen.
  • Regulieren Sie die Temperatur: Vermeiden Sie es, das Brunnenwasser zu stark aufzuheizen, indem Sie es vor direkter Sonneneinstrahlung schützen und es von Wärmequellen fernhalten.
  • Vermeiden Sie übermäßige Nährstoffe: Vermeiden Sie, dass übermäßige Mengen an Düngemitteln oder anderen Nährstoffen in das Brunnenwasser gelangen. Achten Sie auch darauf, dass das Wasser nicht von Abwässern oder anderen kontaminierten Flüssigkeiten verschmutzt wird.
  • Fördern Sie den Sauerstoffgehalt: Verwenden Sie Luftpumpen oder andere Geräte, um den Sauerstoffgehalt im Brunnenwasser zu erhöhen.

Licht gilt als Wachstumsgrundlage bei den Algen

Ein weiterer wichtiger Punkt für das Algenwachstum ist das Licht. Steht ein Brunnen direkt und viel im Sonnenlicht, so bietet dies den Algen eine unglaublich gute Wachstumsgrundlage. Brunnen in einer eher lichtarmen Ecke sind auch bei gleichen Wasserverhältnissen deutlich weniger für Algen anfällig.

Es gibt spezielle UV-Lampen, die eigentlich für Aquarien konzipiert wurden, jedoch für beispielsweise Zimmerbrunnen verwendet werden können. Sie befreien diese langfristig von Algen.

Dabei zerstört das UV-Licht selbst bereits vorhandene Algen sowie auch Mikroorganismen, die die Algen zum Wachsen verwenden. Dieser unbedenkliche Klärer des Wassers arbeitet also vorbeugend.

Wasserpflanzenprävention

Je nachdem wie groß der Brunnen ist, kann man darüber nachdenken, ob man andere Wasserpflanzen einsetzt. Diese würden dem Wasser Nährstoffe entziehen, sodass Algen sich aufgrund des Nährstoffmangels nicht vermehren können.

Was sind Algen?

Algen sind winzige (mikroskopische) oder große (makroskopische), pflanzenähnliche Bakterien, die für ihr natürliches Vorkommen in Gewässern, wie Teichen, Seen, Flüssen und Bächen bekannt sind. Algen können erstaunliche Farben haben, die von blau-grün über oliv-grün bis hin zu rot reichen.

Es gibt eine große Vielfalt von Algen, aber es gibt 4 Haupttypen, die dazu neigen, Brunnenwasser zu beeinträchtigen:

  • Grünalgen (Chlorophyta)
  • Blau-grüne Algen (Cyanobakterien)
  • Braunalgen (Kieselalgen oder Bacillariophyta)
  • Rotalgen (Rhodophyta)

Obwohl Algen für das menschliche Auge oft nicht sichtbar sind, können sie sich schnell zu großen Populationen entwickeln und eine große Masse bilden, die als Blüte bezeichnet wird. Diese Entwicklung findet jedoch nur unter günstigen Bedingungen statt.

Blüten entwickeln sich meist im Spätsommer und zu Beginn der Herbstsaison. Abhängig von der Algenart kann eine Blüte das Wasser in eine bläulich-grüne Farbe verwandeln oder dem Wasser ein türkisfarbenes oder grünes Erbsensuppenaussehen geben. Manchmal können diese Blüten so dicht werden, dass sie anfangen, fest aussehende Klumpen zu bilden.

Frische Algenblüten riechen in der Regel wie frisch gemähtes Gras, aber ältere Blüten haben meist einen stechenden, verrottenden Müllgeruch.

Algen verursachen nicht nur eine Verfärbung Ihres Wassers oder eine Ansammlung von Ablagerungen und schlechten Gerüchen, sondern können auch toxische Auswirkungen auf jeden haben, der das Wasser trinkt.

Was sind die Ursachen für Algenwachstum im Brunnenwasser?

Es gibt mehrere Faktoren, die das Wachstum von Algen im Brunnenwasser fördern können:

  • Übermäßige Sonneneinstrahlung: Algen benötigen Licht zum Wachsen, daher kann eine hohe Einstrahlung von Sonnenlicht das Wachstum von Algen im Brunnenwasser fördern.
  • Hohe Temperaturen: Algen wachsen schneller bei höheren Temperaturen, daher kann eine hohe Wassertemperatur das Algenwachstum im Brunnenwasser fördern.
  • Übermäßige Nährstoffe: Algen benötigen Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor, um zu wachsen. Wenn diese Nährstoffe im Brunnenwasser in hohen Konzentrationen vorhanden sind, kann dies das Wachstum von Algen fördern.
  • Mangel an Sauerstoff: Algen produzieren Sauerstoff während des Fotosyntheseprozesses. Wenn der Sauerstoffgehalt im Brunnenwasser niedrig ist, kann dies das Wachstum von Algen fördern.

Es ist wichtig, die Ursachen für das Algenwachstum im Brunnenwasser zu identifizieren, um das Problem effektiv bekämpfen zu können.

Wie kann ich das Brunnenwasser nach der Algenentfernung sanieren?

Nachdem Sie Algen aus dem Brunnenwasser entfernt haben, gibt es einige Schritte, die Sie unternehmen können, um das Wasser zu sanieren:

  • Wasserwechsel: Führen Sie einen Teilwechsel des Brunnenwassers durch, um das Wasser zu verdünnen und eventuelle Rückstände von Algen oder anderen Schadstoffen zu entfernen.
  • Filtrierung: Verwenden Sie einen Wasserfilter, um das Wasser zu reinigen und Schmutzpartikel und andere Verunreinigungen zu entfernen.
  • Chlorung: Fügen Sie Chlor oder ein anderes Desinfektionsmittel hinzu, um das Wasser zu desinfizieren und eventuelle Bakterien abzutöten. Beachten Sie jedoch, dass das Hinzufügen von Chemikalien das Wasser verändern kann und möglicherweise den Geschmack und den Geruch des Wassers beeinträchtigt.
  • Lagerung: Lagern Sie das Wasser in einem geschlossenen Behälter, um zu verhindern, dass Schmutzpartikel oder andere Verunreinigungen hineingelangen. Stellen Sie sicher, dass der Behälter sauber und steril ist.

Es ist wichtig, das Brunnenwasser regelmäßig zu überprüfen und zu sanieren, um sicherzustellen, dass es sicher und trinkbar ist. Wenn Sie sich unsicher sind, wie Sie das Wasser sanieren sollen, wenden Sie sich an einen professionellen Wasserbehandler oder einen lokalen Gesundheitsbeamten für weitere Beratung.

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