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Unterschiede beim Kaminholz

kaminViele verwenden noch einen Holzofen oder haben sich wieder einen zugelegt, um damit ihr Haus oder wenigstens einen Teil davon zu beheizen. Es gibt viele richtig gute Holz- oder Holzpellet Öfen, mit denen nicht nur eine saubere Verbrennung, sondern auch ein einfaches Temperieren ermöglicht wird. Einige der Öfen können nicht nur per Thermostat auf eine Temperatur eingestellt werden, sie lassen sich zudem an den Wasserkreislauf der Heizkörper anschließen. Damit lässt sich mit einem Ofen das ganze Haus heizen. Im Übrigen sollte von einem offenen Kamin abgesehen werden, da hier zu viel der Wärme sprichwörtlich durch den Kamin geht. Jetzt fehlt noch das Kaminholz und hier gibt es gravierende Unterschiede.

Holzarten

Es gibt zum einen die Harthölzer, die auf das Volumen mehr Gewicht und mehr Brennwert bieten und zudem länger brennen. Beispiele sind die Eiche, die Roteiche oder Buche. Buchenholz hat hierbei die Eigenschaft, eine besonders hohe Temperatur zu erreichen, weswegen es einst für Erzhütten und zum Schmieden verwendet wurde oder noch wird. Buchenholz darf jedoch nicht der Nässe ausgesetzt werden, da es dann verfault. Eiche oder die Roteiche lässt sich besser als Holzmiete anlegen.

Daneben gibt es die Weichhölzer, die nicht einmal einen schlechten Brennwert haben und als Kaminholz auch günstiger sind. Jedoch brennen die Scheite schneller und man muss regelmäßiger etwas nach werfen. Wer am liebsten mit Glut im Kamin aufstehen möchte, sollte Eiche oder Roteiche feuern. Weichholz wie z.B. diverse Nadelhölzer, Weide oder die Weißbirke eignen sich jedoch für gemütliche Abende, wenn man immer wieder nachfeuert.

Abgelagertes Kaminholz

feuerholzWenn Holz geschlagen wird, dann lebt es noch. Es eignet sich nicht zum Verfeuern, da es schlechter brennt. Das liegt zum Teil an der Restfeuchte als auch am lebenden Holz. Weichholz sollte zwei bis drei Jahre luftig liegen und trocknen, Hartholz sogar drei bis fünf Jahre, bis es wirklich durchgetrocknet und abgestorben ist. Wer Holzmieten unter freiem Himmel anlegt, sollte diese möglichst vom Boden abheben, z.B. mit alten Paletten und oben noch mit einer Plane abdecken. Dann kann der Wind gut durchziehen, dann könnte man auch Hölzer in Holzmieten lagern, die schnell gammeln. Das wären z.B. Buche oder Fichte.

Wer die Zeit hat, sollte sein Holz spalten, wenn es noch frisch ist. Bei Birke oder Eiche ist es dann viel einfacher. Bei Nadelhölzern wäre der Unterschied gering. Bei Pappel oder Weide kann es sein, dass der Spaltkeil sich einfach in das Holz drückt und es noch nicht gespalten ist. Dann kann ein breiterer Keil gewählt werden. Kleinere Holzteile trocknen zudem schneller durch. Bei größeren Mengen sollte man alles mit der Kettensäge auf Länge sägen und dann mit dem elektrischen Spalter arbeiten. Neben der Kettensäge wäre auch ein Holzbock eine gute Wahl.

Wenn es sich um kleine Mengen, Zeitmangel oder eine mäßige Verfassung handelt, sollte das Holz gespalten erworben werden. Der Händler, der über einen Holzspalter verfügt, hat 10 Mal weniger Arbeit damit, als wenn man alles mit der Axt spalten würde.

Brennwert vom Holz kalkulieren

Holz ist ein sperriger Gegenstand. Wirft man viele Scheite aufeinander, dann ist es ein geschütteter Raummeter. Werden die Scheite gestapelt, dann ist es ein Raummeter. Wird die ganze Luft rausgerechnet, dann ist es ein Festmeter.

Ein Raummeter sind knapp 1,5 Schüttraummeter oder 0,62 Festmeter oder 484 Kilogramm. Das alles sollte man als Richtwerte ansehen, da ein schwereres Holz wiederum etwas mehr als ein leichteres auf gleichem Volumen wiegt. Außerdem kann das Holz am Brennwert bemessen werden. Die Harthölzer haben hierbei einen Brennwert von rund 2000 kwh/rm, die weicheren Hölzer etwas weniger. 2,5 bis 3 Kilo gutes Kaminholz ersetzen ca. ein Kilo Heizöl, wenn der Ofen den gleichen Wirkungsgrad wie die Ölheizung hat. Moderne Ölheizungen sind etwas effektiver als moderne Holzöfen, man sollte deswegen eher mit 3,5 bis 4,5 Kilo kalkulieren.

Der richtige Ofen macht den Unterschied

schornsteinEs wurde bereits angeschnitten, dass beim offenen Kamin viel Wärme durch den Schornstein steigt. Es strömt viel Luft nach, die bei der Wärmeentwicklung einfach aufsteigt und diese Wärme mit raus nimmt. Bei moderneren und zudem geschlossenen Öfen kann ein Wirkungsgrad von bis über 80% erreicht werden. Dabei gibt es Modelle mit manueller oder elektronischer Lüftung, um wirklich auch eine saubere Verbrennung zu erzeugen und das Holz schneller oder langsamer verbrennen zu lassen. Über die Lüftung kann damit auch die Temperatur im Raum angesteuert werden.

In vielen Städten dürfen nicht einmal irgendwelche Öfen verwendet werden, da die Belastung der Luft mit Feinstaub ansonsten zu hoch wäre. Wer einen neuen Ofen ersteht oder den alten sanieren möchte, sollte sich über die betreffenden regionalen Bauschriften kundig machen. Der Schornsteinfeger wird Auskunft geben. Dieser muss ohnehin kontaktiert werden, da er die Feuerstellen kontrollieren und warten muss.

Totholz aus dem Wald

Wer in der Natur unterwegs ist und ein Feuer macht, sammelt Steine und Totholz für die Feuerstelle. Diese soll so gelegen sein, dass kein Waldbrand entsteht. Totholz findet sich eigentlich in jedem Wald. Es fallen Zweige oder ganze Äste runter, es kippen Bäume um oder sterben ab. Wenn dieses Holz nicht flach, sondern verwinkelt am Boden liegt oder einfach von den Bäumen herunter gezogen werden kann, ist es richtig trocken und brennt sehr gut. Gerade die Holzstücke, deren Rinde schon abgefallen ist, sind „reif“. Kleinere Zweige lassen sich mit dem Feuerzeug entfachen, um größere darauf zu legen.

Liegt das Totholz jedoch flach am Boden und zieht sich bei Regen immer wieder voll Wasser, dann ist es nicht nur nass. Es rottet auch ein wenig und dabei geht der Brennwert verloren. Selbst wenn solch ein morsches Holz noch getrocknet wird, hat es keinen guten Brennwert und ist nur Ballast. Solch nasses oder schon leicht zersetztes Holz sollte man einfach liegen lassen. Nasses Holz kann man noch immer anders legen, damit es trocknet. Bei morschem Holz lohnt das jedoch nicht mehr.

Es ist im Übrigen verboten, in Wälder oder auf landwirtschaftliche Flächen zu gehen, um dort etwas mitzunehmen. Auch ohne einen Zaun drum herum ist es das Eigentum vom Besitzer oder Pächter. Wer seinen Anhänger voll mit Holz packt, macht sich keine Freunde und zudem strafbar. Von den Holzstapeln sollte man auch in gar keinem Fall etwas mitnehmen, da diese markiert und verkauft werden. Hier wären die Eigentümer noch empfindlicher bei einem Diebstahl.

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