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Schafwolle als Dünger

Schafwolle als Dünger im Garten

LämmchenSchafwolle ist ein nachwachsender und gleichzeitig sehr wertvoller Rohstoff, der zu unterschiedlichen Zwecken genutzt werden kann. So findet dieser beispielsweise Gebrauch bei Textilien, ist Bestandteil in diversen Kosmetikprodukten und ist auch in Dämmstoffen zu finden.

Nun wurde jedoch auch altes Wissen wieder neu entdeckt, denn bereits in recht alten, englischen Büchern über den Garten kann man lesen, dass ungewaschene, grobe Schafwolle ein idealer, organischer Dünger darstellt. Heute sind diese oftmals, anwenderfreundlich, als Pellets erhältlich.

Die Vorteile der Schafwolle als Dünger

Schafwolle ist sowohl für den Garten als auch für Zimmerpflanzen bestens geeignet. Dies kommt vor allem daher, dass hierin sowohl alle, für die Pflanzen wichtigen Hauptnährstoffe als auch unterschiedliche Spurennährstoffe enthalten sind. Selbst saure Böden können durch diesen Dünger verbessert werden, denn der pH-Wert liegt hierbei bei etwa 8,8.

Ein weiterer großer Vorteil der Schafwolle als Dünger ist zudem die Quellwirkung, denn Schafwolle ist in der Lage, die 3,5-fache Menge an Wasser des Eigengewichtes aufzunehmen. Die Bodenfauna wird nachhaltig gefördert, durch den großen Anteil der organischen Substanzen, die Wasserspeicherfähigkeit und die Humusbildung. So wird der Boden gleichzeitig auch aufgelockert.

Enthalten sind in ungewaschener Schafwolle ungefähr 12% Stickstoff, Kalium, Schwefel und Phosphor. So kann Schafwolle selbst als Langzeitdünger für Obst, Gemüse und Zierpflanzen eingesetzt werden. Ein sehr guter Langzeitdünger ist beispielsweise der Schafwoll-Dünger von Compo. Dieser wirkt sofort und anschließend 5 Monate lang, sorgt, durch den Wasserspeichereffekt, für eine gute Wasserversorgung, selbst in Trockenphasen, lockert den Boden auf und sorgt für eine reiche Ernte.

Schafwolle in unterschiedlichen Formen

Schafwolle als Dünger ist in verschiedenen Formen erhältlich. Zum einen natürlich als ungewaschene Faserbüschel, zum anderen jedoch auch in der Form von Pellets, die gerade für den Verbraucher um einiges handlicher sind und ganz leicht in die Erde eingearbeitet werden können. Die Pellets, die in den Boden eingearbeitet werden, quellen auf, wenn sie mit Wasser in Verbindung gebracht werden.

Dabei werden die Nährstoffe kontinuierlich freigesetzt. Zusätzlich speichern sie das Wasser, verhindern eine Bodenversauerung, lockern den Boden auf und wirken aktivierend auf die Bodenlebewesen. Werden die Pellets jedoch nicht in die Erde gesteckt, sondern dienen als Mulchmaterial, welches auf den Boden, bzw. um die Pflanzen herum gelegt wird, so hält man hiermit die Schnecken fern.

Möchte man Schafwolle als Dünger nutzen, hierfür aber keine Pellets kaufen, so kann man sich auch bei Schafbauern erkundigen, ob ungewaschene Schafwollreste günstig gekauft werden können, die bei der Schafschur anfällt.

Die Verwendung des Düngers

Der Schafwolldünger riecht ziemlich eindeutig nach Schafen. Dies ist ein Grund, warum diese eher weniger im Haus verwendet werden sollten. Die Pellets sollten im Garten, ungefähr 5 cm tief in den Boden gesteckt werden. So können die Nährstoffe ideal von den Mikroorganismen umgesetzt werden und sind für die Pflanzen verfügbar.

Im Gegensatz zu anderen Wirtschaftsdüngern, wie zum Beispiel Stallmist, Gülle oder Jauche, hat Schafwolle keine schwankenden Nährstoffgehalte. Auch sind in Schafwolle keine Arzneimittelwirkstoffe enthalten, die in der Nutztierhaltung eingesetzt werden. So ist dies ein Dünger, der prinzipiell nur Vorteile mit sich bringt.

Video: Schafwolle als Dünger einsetzen

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