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Erdnussplantage

Eine kleine Erdnussplantage

ErdnussDie Erdnuss wird bei uns immer häufiger als Zimmer-, Kübelpflanze oder gar im Beet gehalten. Der Anbau von Erdnüssen ist relativ einfach, wenn einiges beachtet wird. Zunächst werden für die Aussaat ein paar Erdnüsse benötigt. Diese sollten weder gesalzen, geröstet oder sonst irgendwie vorbehandelt worden sein.

Erdnüsse werden im Pflanzenfachhandel als Samen angeboten. Sie sind aber auch in einigen Vogelfuttermischungen zu finden. Im Gegensatz zu ihrem Namen gehört die Erdnuss (Arachis hypogaea) nicht zu den Nüssen.

Sie ist eine nahe Verwandte von Bohnen und Erbsen und gehört somit zu den Hülsenfrüchten.

Knabberei mit positiven Aspekten

Die Erdnuss ist ein leckerer, aber durch ihren hohen Fettanteil auch ein kalorienreicher Snack, der von vielen als Zwischenmahlzeit zu sich genommen wird. In Maßen ist es auch nicht verkehrt. Denn die Erdnuss hat einen positiven Effekt auf den menschlichen Körper. Sie enthält viele Mineralien und Vitamine. Kein Wunder, dass sie ein Nähstofflieferant für Vegetarier und Veganer ist. Auch für Menschen, die sich körperlich sehr viel anstrengen, ist die Erdnuss ein schneller Energielieferant.

Was muss bei der Aussaat beachtet werden?

Erdnüsse benötigen bereits bei der Aussaat einen durchlässigen Boden, damit sie nicht schimmeln. Einige Händler geben ihren Kunden den Anzuchttipp, dass die Samen vor der Aussaat für einen Tag vorquellen sollen. ErdnussamenNach mehreren Versuchen bin ich der Meinung, dass die Samen durch das Einweichen viel schimmelanfälliger sind. Fast alle meiner vorgequollenen Samen sind verschimmelt. Genau das Gleiche passierte, als das Substrat nicht durchlässig genug war.

Normalerweise mische ich Blumenerde mit Sand, um ein durchlässiges Substrat herzustellen. Bei den Erdnüssen habe ich es allerdings mal mit Seramis probiert. Ich habe in der Vergangenheit sehr oft gelesen, dass einige Hobbygärtner für fast alle ihre Anzuchten Seramis benutzen.

Also habe ich es jetzt mit den Erdnüssen probiert. Dazu habe ich die Samen vor ein paar Wochen einen Zentimeter tief in das Substrat gesetzt und den Anzuchttopf sehr warm und hell – ohne eine Abdeckung – gestellt. Nach einer Woche keimten schon die ersten Samen. Inzwischen sind daraus schon kleine kräftige Pflänzchen geworden.

Pflege und Ernte

erdnussämlingDa Erdnüsse sehr allergisch auf Staunässe reagieren, sollte das Substrat immer nur leicht feucht gehalten werden. Das überschüssige Gießwasser muss unbedingt ablaufen können. Erdnusspflanzen mögen es warm und sonnig. Für die Anzucht im Haus sollten sie deshalb einen hellen Fensterplatz bekommen.

Sobald die kleinen Pflänzchen an der zehn Zentimeter Marke kratzen, sollten sie vereinzelt werden, beziehungsweise in einen größeren Topf umgesetzt werden, damit sie ausreichend Platz zur Fruchtbildung haben. Nach den Eisheiligen können die Erdnusspflanzen ins Freie gestellt werden.

Sie können sogar ins Beet gesetzt werden. Allerdings stehen Erdnüsse auf dem Speiseplan von Schnecken recht weit oben. Deshalb muss entweder ein Schneckenschutz eingesetzt werden oder man lässt die Pflanzen einfach im Topf.

Die Erdnusspflanzen blühen, wenn sie rechtzeitig ausgesät werden, von Mai bis August. Die Früchte reifen ab Juli bis in den September hinein. Wann die Früchte reif sind, lässt sich daran erkennen, dass die Blätter sich gelb verfärben. Dann wird die Pflanze samt Wurzel aus der Erde geholt und die Früchte, die daran hängen, können geerntet werden. Da die Erdnüsse nur einjährig sind, sollten ein paar unbehandelte Früchte für die Aussaat im nächsten Jahr aufbewahrt werden.
Erdnuss

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