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Eberraute
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Einst fast vergessen und nun wieder im Kommen – Die Eberraute

ColakrautDer Trend geht immer weiter in Richtung Selbstversorgung im eigenen Garten. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass neben Obst und Gemüse auch immer mehr Kräuter und Heilpflanzen angebaut werden.

Eine, dieser fast vergessenen Heilpflanzen ist die Eberraute – Artemisia abrotanum. Inzwischen ist sie häufiger im Handel anzutreffen. Dort wird sie meist als Cola-Kraut oder Cola-Strauch angeboten, da sie so ähnlich riecht, wie Cola.

Verwendung als Gewürz- und Heilpflanze

Die fein gefiederten Blättchen des Cola-Krauts lassen sich vielseitig einsetzen. Die Triebspitzen können frisch oder getrocknet zur Zubereitung von Tee verwendet werden, aber auch in Salaten oder zum Würzen sämtlicher Speisen wird die Eberraute gern genutzt. Es sollten allerdings wirklich nur die Spitzen verwendet werden, da die anderen Teile ziemlich bitter sind.

Das von Juli bis Oktober gelb blühende Cola-Kraut soll sehr verdauungsfördernd und magenstärkend sein. Zudem hilft es bei Entzündungen, dabei das Immunsystem zu stärken und wirkt krampflösend. Da es eine menstruationsfördernde Wirkung hat, sollten Schwangere die Eberraute jedoch meiden, damit keine Frühwehen ausgelöst werden. In der Vergangenheit wurde der Colastrauch sogar dazu eingesetzt, Motten aus Kleiderschränken fernzuhalten und Mücken zu vertreiben.

Standort und Pflege

Das Colakraut liebt einen sonnigen Standort. Der Boden kann gern kalkhaltig, aber dabei gut durchlässig sein, da die Pflanzen eher mit Trockenheit als mit Feuchtigkeit zurechtkommen. Die Eberraute gilt als winterhart. Sie benötigt keinen zusätzlichen Winterschutz. Die einzige Gefahr ist, dass sie im Winter zu viel Feuchtigkeit abbekommen könnte und sie eventuell davor geschützt werden sollte.

Ansonsten sind die Pflanzen relativ anspruchslos und können weit über einen Meter hoch werden. Bei der Anpflanzung sollte ebenfalls bedacht werden, dass der Halbstrauch auch bis zu einem halben Meter in die Breite gehen kann.

Vermehrung

Die Eberraute lässt sich sowohl über Samen als auch über Stecklinge vermehren. Der günstigste Zeitpunkt für die Aussaat ist Ende März oder Anfang April. Da das Colakraut zu den Lichtkeimern gehört, werden die Samen nicht mit Erde bedeckt, sondern nur vorsichtig angedrückt. Natürlich muss die Erde bis zur Keimung feucht gehalten werden.

Damit sie nicht austrocknet, kann eine Folie oder Tüte über den Aussaattopf gestülpt werden. Um eine Schimmelbildung zu vermeiden, empfiehlt es sich entweder in regelmäßigen Abständen zu lüften oder gleich kleine Löcher in die Abdeckung zu machen. Die beste Variante für fast alle Aussaaten sind natürlich die Minigewächshäuser für die Fensterbank.

Die Vermehrung über Stecklinge ist kinderleicht. Werden ein paar Stecklinge geschnitten und in ein Glas Wasser gestellt, bilden sich bereits nach einer Woche die ersten kleinen Wurzeln.

Video: Cola aus Eberraute herstellen – Die gesunde Alternative

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